Bad Arolsen

Abstoß Richtung Südafrika

- Bad Arolsen (-es-). Der Weltenbummler Uli Schmidt, der schon mehrfach mit dem Fahrrad quer durch Afrika geradelt ist, hat schon wieder eine verrückte Idee: Vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft will er einen Fußball von Deutschland in das Land am Kap bringen.

„Kick to the Cape“ heißt der beziehungsreiche Titel seines neuen Projektes, für das er noch Sponsoren und Unterstützer sucht. Ein Stück des Weges will er mit dem Auto zurücklegen, um es dann im Senegal für einen guten Zweck zu verkaufen. Ihm schwebt die Unterstützung einer Waldorf-Schule im Senegal vor, weil er beruflich mehrfach mit der Waldorf-Schule in Kassel zu tun hatte. Sobald das Auto verkauft ist, will er mit dem Fahrrad weiter in Richtung Süden. Wenn es im Waldecker Land jemanden gibt, der die besten fahrradtauglichen Verbindungen quer durch Afrika kennt, dann ist es der aus Dehausen stammende Ulrich Schmidt. Auf acht Touren quer durch Afrika hat er in insgesamt 29 Monaten 23 Länder des Schwarzen Kontinents bereist und dabei rund 15 000 Kilometer mit dem Rad und 25 000 Kilometer mit dem Auto zurückgelegt. „Durch Algerien, als es noch sicher war, hungrig durch Nigeria, Überfälle in Kamerun, Fremdenlegionäre in Zentralafrika, der Kongo unter Mobutu, 50 Meter lange Schlammlöcher vier Meter tief, 2000 Kilometer offroad mit einem Bedford Truck in englisch/südafrikanischer Reisebegleitung, und man merkt, dass man Geld nicht essen kann“, fasst Schmidt seine unvergesslichen Erlebnisse zusammen. „Übernachtung nicht selten neben dem festgefahrenen Lkw im Zelt. Alle freuten sich auf Uganda, Linksverkehr, endlich wieder kaltes Bier – und das in Afrika! – Kenia, Tansania, Sambia, Malawi lassen sich ganz entspannt bereisen, ob mit dem Rad oder mit Bus, Bahn oder mit dem Schiff über die Seen im afrikanischen Graben, für den Globetrotter aus Dehausen alles kein Problem. Die Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika vor Augen und die letzte Weltmeisterschaft in Deutschland 2006 im Hinterkopf, hat er zusammen mit drei Freunden die Idee geboren, symbolisch den Ball in das nächste Weltmeisterschaftsland zu bringen. – Sozusagen der erste „Fackellauf“ einer Fußballweltmeisterschaft. Von Berlin aus soll es über Agadir, Abidjan und Luanda nach Kapstadt gehen. Start soll im Dezember sein. Der erfahrene Afrikatourist rechnet mit fünf bis sechs Monaten Reisezeit. Seine Erlebnisse will er alle zwei Wochen in einem Internetblog schildern. Es geht durch 20 Länder. 20 000 Kilometer wollen bewältigt werden. Wüsten, Savannen, Regenwälder liegen auf dem Weg. Fremde Menschen, fremde Orte gilt es zu erfahren.Kontakt: Kicktothecape@googlemail.com

Mehr informationen im Internet unter: www.kicktothecape.jimdo.com

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