1. WLZ
  2. Waldeck
  3. Bad Arolsen

Acht Prozent: Warnstreik vor dem Essex-Werkstor

Erstellt:

Von: Elmar Schulten

Kommentare

Warnstreik der IG Metall Nordhessen bei der Firma Essex in Bad Arolsen: Es spricht Gewerkschaftssekretär Andreas Köppe.
Warnstreik der IG Metall Nordhessen bei der Firma Essex in Bad Arolsen: Es spricht Gewerkschaftssekretär Andreas Köppe. © Elmar Schulten

Zu Warnstreiks in der laufenden Tarifrunde hatte die IG Metall am gestrigen Dienstag die Beschäftigten der Firma Essex Furukawa aufgerufen.

Bad Arolsen – Am frühen Morgen versammelten sich bereits die Mitarbeiter der Nacht- und Frühschicht an der Werkszufahrt Richtung Luisenthal. Gegen 13.15 Uhr wurden die Mitarbeiter der Früh- und Tagschicht von Gewerkschaftssekretär Andreas Köppe über den aktuellen Stand der Tarifverhandlungen informiert.

Die Arbeitgeber hätten einen einmalige Inflationsprämie von 3000 Euro angeboten. Im Gegenzug solle es 30 Monate keine Gehaltserhöhung geben, wohl aber die Möglichkeit der Differenzierung für die Arbeitgeber.

Solidarität mit anderen Betrieben gezeigt

Damit sei der mögliche Verzicht auf Weihnachtsgeld gemeint. Das sei ein billiges Angebot, so Köppe. Die IG Metall fordre einen Inflationsausgleich von acht Prozent für die kommenden zwölf Monate. Und das bei einer aktuellen Inflationsrate von über zehn Prozent. Das gehe nur, wenn der Staat gleichzeitig eine Gaspreisbremse schaffe.

Den meisten Betrieben in der Metall- und Elektroindustrie gehe es immer noch sehr gut, so Köppe. Von den vollen Auftragsbüchern müssten auch die Beschäftigten profitieren. Nun gehe es darum, Solidarität in der laufenden Tarifrunde zu zeigen. Das bekräftigten auch Betriebsratsvorsitzender Andreas Augstein und der Vertrauenskörperleiter der IG-Metall bei Essex-Furukawa, Thomas Tegethoff.

Kupferdrähte für modere Elektromotoren

Im Arolser Werk von Essex-Furukawa produzieren rund 210 Mitarbeiter in fünf Schichten lackisolierte Runddrähte für die Elektroindustrie. Drähte aus Arolsen werden unter anderem in Transformatoren und Windkraftanlagen verbaut. Neues Standbein für das international aufgestellte Unternehmen sollen die spezialisierten Kupferdrähte in den Elektromotoren der modernen E-Autos werden.

Auch interessant

Kommentare