Fördergebiet um untere Kaulbachstraße mit Brauhaus erweitert

Das ändert sich beim Stadtumbau Bad Arolsen 

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Stadtumbau Bad Arolsen: Das Fördergebiet wird um den Bereich Kaulbachstraße und Brauhaus, oberhalb des Schlossparks, erweitert.

Bad Arolsen. Das Stadtumbau-Programm von Bund und Ländern bietet neben öffentlichen auch privaten Bauwilligen finanzielle Unterstützung. Aktuell sind 13 Interessenten auf einer Warteliste. Das sich über den Stadtkern und Helsen erstreckende Fördergebiet wird neu zugeschnitten.

So wird die untere Kaulbachstraße mit dem Areal des Brauhauses aufgenommen. Dort ständen Änderungen an, sagte Bürgermeister Jürgen van der Horst in der Sitzung des Umwelt-, Planungs- und Stadtentwicklungsausschusses. 

Das ist schon geplant

Konkrete Vorhaben benannte er jedoch nicht. Allgemein seien Neuordnung, Rückbauten, entsprechende Wegeverbindung und thematische Neuausrichtungen im Gespräch. 

Das Stadtumbau-Programm biete hohe Flexibilität bei der Aufnahme von Vorhaben. So sei es möglich gewesen, das geplante Ärztehaus zwischen dem WDS-Mutterhaus und dem Krankenhaus mit aufzunehmen. Die entsprechenden Gelder seien bewilligt worden. 

So ist die Stadt beteiligt

Hier ist die Stadt Eigentümer von Grundstücksflächen und würde sie mithilfe von Zuschüssen (70 Prozent) und Eigenmitteln den Abbruch des ehemaligen WDS-Altenheims und die Herrichtung von Parkplätzen mitfinanzieren. Hier gaben die Ausschussmitglieder Zustimmung zu den nötigen Grundstückskäufen. 

Die abschließende Fassung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) fand ebenso Zustimmung des Ausschusses. Hierfür wurden wegen der neuen Bausubstanz der Gebäude aus dem Ortsteil Helsen die Bereiche Pieperlingsbusch, Hebbergweg und Helser Höhe sowie das Areal um das Welcome-Hotel herausgenommen. 

Das sind Anreize für Bauherren

Die nächste Runde der Anreizförderung für private Bauherren in der Kernstadt und in Helsen wird von dem Ausschuss befürwortet. Gefördert werden bei Gebäuden, die bis Ende 1977 errichtet wurden,technische Erneuerungen (darunter Heizungen), Rückbauten, bauliche Verbesserungen des Wohnumfeldes oder die Entsiegelung von Flächen. 

Bis zu 25 Prozent Zuschüsse können gewährt werden, höchstens 20 000 Euro. Auch die Beratung wird gefördert. Die Stadt selbst wird wegen der komplexen Materie mit der Wohnstadt in Kassel zusammenarbeiten. 

So groß ist das Budget

Die Bauherren können verschiedene Förderprogramme kombinieren, aber nur bei verschiedenen Gewerken. Bis 2025 stehen insgesamt 2,5 Millionen Euro bereit. Derzeit liegen Zuschussbescheide über insgesamt 200 000 Euro vor. 

Bei einem ähnlichen Anreizprogramm des bisherigen Stadtumbau-Programms für Nordwaldeck konnten 13 Bauherren in Wetterburg Zuschüsse für die Modernisierung ihrer Gebäude bekommen. Betroffen waren vor allem Häuser, in denen in den nächsten Jahren ein Leerstand angenommen wurde. 

Das wurde investiert

Insgesamt, so Petra Gerhold vom Fachbereich Stadtentwicklung, Bauen und Immobilien, wurden zwölf Projekte abgeschlossen, ein weiteres stehe vor dem Abschluss. In Wetterburg wurden in den vergangenen Jahren bei Investitionen von 600 000 Euro an Fördermitteln 135 000 Euro gezahlt. (ah)

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