Fortbildung im Feuerwehrstützpunkt

Ärzte proben in Bad Arolsen den Einsatz im Notfall

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Notärzte erfahren, wie mit schwerem Geräte Fahrer aus dem Führerhaus eines Lastwagen gerettet werden. Im Vordergrund der stellvertretende Bad Arolser Stadtbrandinspektor Michael Seebold. 

32 Notärzte aus Nordhessen probten zusammen mit Rettungskräften der Feuerwehr Bad Arolsen die erste Versorgung von Verletzten am Unfallort bis zur Einlieferung im Krankenhaus.

Jeder Unfall ist anders, das Schema zur Rettung ist nach internationalen Standards immer das Gleiche: Sind die Atemwege freie? Funktioniert die Atmung? Ist der Kreislauf stabil? Wie ist die Hirnfunktion? Schließlich müssen die Patienten entkleidet werden, um keine Verletzung zu übersehen.

3.500 Einsätze nach Unfällen

Von allein 26.000 Notarzteinsätzen im Jahr im Landkreis Waldeck-Frankenberg sind 3.500 nach Unfällen erforderlich, dazu gehören auch Stürze daheim, im Garten oder Verletzungen am Arbeitsplatz.

Bei der Fortbildung probten die Notärzte unter der Leitung von Chefarzt Anästhesie im Krankenhaus Bad Arolsen, Dr. Rudolf Alexi. den Einsatz im Rahmen des Traumanetzwerks Göttingen und Kassel. Dazu gehört auch das Krankenhaus Arolsen mit dem Schockraum und dem rund um die Uhr in Bereitschaft stehenden Personal.

Notarzt-Fortbildung im Feuerwehrstützpunkt Bad Arolsen. Beatmung gehört zu den wichtigsten Maßnahmen im Rettungseinsatz.

Auch die Zusammenarbeit mit den Rettungskräften der Feuerwehren wurde im Stützpunkt geübt. Dabei nahmen die Ärzte schwere Rettungsschere und Spreizer in die Hand, um das Öffnen von Unfallfahrzeugen einmal selbst auszuprobieren.

Darauf kommt er an 

Breiten Raum nahmen bei der Fortbildung die Beatmung von Patienten oder das Punktieren des Brustkorbs ein. Das wird bei Verlegung oder schweren Verletzungen der oberen Atemwege nötig. 

Insgesamt  10.000 Patienten jährlich werden im Landkreis in die vier entsprechend ausgerüsteten Kliniken vom Rettungsdienst eingeliefert. „Hier können schon viele Notfälle abgearbeitet werden“, sagt Alexi, der als Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis fungiert. 

Die Rettung aus Fahrzeugen probten Notärzte im Feuerwehrstützpunkt Arolsen.

Hubschrauber werden nach seiner Auskunft eher dann eingesetzt, wenn Patienten in Häusern der Maximalversorgung oder Fachkliniken weiter verlegt werden müssen. Ein Patient pro Woche werden aus einem der vier Krankenhäuser mit Notfallaufnahme verlegt.

Die Erreichung der Hilfsfrist von zehn Minuten hat sich durch den Ausbau auf 15 Rettungswachen nach Auskunft von Dr. Alexi verbessert.

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