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Aldi plant mit kurzer Bauzeit für Neubau in Bad Arolsen

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Von: Elmar Schulten

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Blick auf ein abgesperrtes Tankstellengelände: Die Preisanzeige steht auf 0,00.
Kein Sprit zum Schnäppchenpreis: Die freie Tankstelle an der Bahnhofskreuzung von Bad Arolsen wird in den kommenden Wochen abgerissen. Hier soll der neue Aldi-Markt von Bad Arolsen entstehen. © Elmar Schulten

Lange hat es gedauert, nun liegen die Genehmigungen für den neuen Aldi-Markt in Bad Arolsen vor. Der Bau soll schon bald beginnen.

Bad Arolsen - Es ist eigentlich nur ein Katzensprung: Rund 200 Meter Luftlinie liegen der bisherige und der künftige Standort des Aldi-Marktes auseinander. Dennoch hat das planungsrechtliche Verfahren zur Verlegung des Aldi-Marktes von der Bahnhofstraße an die Korbacher Straße rund zweieinhalb Jahre gedauert.

Nun liegen alle Genehmigungen vor, sodass Aldi-Nord noch im ersten Quartal mit dem Abriss der Tankstelle und dem Neubau des Marktes beginnen kann. Die Fertigstellung ist bei sieben bis acht Monaten Bauzeit für das vierte Quartal geplant, sodass das Weihnachtsgeschäft schon im neuen Markt abgewickelt werden kann.

Aldi-Neubau in Bad Arolsen: Beratungen über Verkehrssicherheit

Konkret soll die in die Jahre gekommene, ehemalige freie Tankstelle abgerissen werden und das rund 6800 Quadratmeter große Grundstück zwischen der Firma Almo und der Bahnhofstraße für den Neubau eines Lebensmittelmarktes mit 1265 Quadratmetern Verkaufsfläche und 127 Stellplätzen genutzt werden.

Der bisherige Aldi-Markt zwischen Bahnhofstraße und In den Siepen verfügt nur über 700 Quadratmeter Verkaufsfläche. Am jetzigen Standort sieht das Unternehmen für sich keine weiteren Entwicklungsmöglichkeiten mehr.

Im Zuge des öffentlich-rechtlichen Panverfahrens ging es zunächst um die Umwandlung der vorhandenen Gewerbefläche in eine Sonderfläche für großflächigen Einzelhandel. Außerdem wurde intensiv über die Verkehrssicherheit beraten. Die Sicherung des Geh- und Radwegs zwischen dem künftigen Supermarkt und der Korbacher Straße lag den Stadtverordneten besonders am Herzen.

Aldi-Neubau: Kernstadt soll attraktiv bleiben

Schließlich musste eine Regelung für die künftige Nutzung des bisherigen Aldi-Geländes gefunden werden: Dazu wurde eine Änderung des Bebauungplans „In den Siepen“ auf den Weg gebracht. Konkret soll aus einem „Sondergebiet Einzelhandel“ nun eine Gewerbefläche mit nicht zentrumsrelevanten Sortimenten werden. Mit dieser planungsrechtlichen Beschränkung hat die Stadt schon vor 20 Jahren darüber gewacht, dass Supermarkt-Neubauten in der Peripherie nicht den Wohn- und Einkaufswert in der Kernstadt gefährden.

So wurde eine Liste von innenstadtrelevanten Sortimenten aufgestellt, die möglichst nicht in die Peripherie verlegt werden sollten. Die Liste wurde anschließend Teil von mehreren Bebauungsplänen.

Neuer Aldi-Markt in Bad Arolsen: Leerstand am bisherigen Standort vermeiden

Eine Ausnahme wurde seinerzeit nur beim Bau des jetzigen Aldi-Marktes zugelassen. Wenn dieser Standort nun bald aufgegeben werden sollte, dann soll diese Ausnahmeregelung wieder zurückgenommen werden.

Nach Auskunft aus dem Magistrat gibt es bereits Kaufinteressenten für das Grundstück an der unteren Bahnhofstraße. Ein Leerstand sei am bisherigen Standort also nicht zu befürchten. (Elmar Schulten)

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