Schule informiert über psychische Erkrankungen wie Magersucht oder Depressionen

Alles irrsinnig menschlich

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CRS-Schüler betrachten eine Ausstellung im Foyer der Christian-Rauch-Schule. Die Informationstafeln sind Teil der Aufklärungsarbeit, die auch in die Klassen getragen wird.

Bad Arolsen - Magersucht, Depressionen oder Selbstverletzung: Seelische Probleme und Erkrankungen sind schon bei Schülern keine Seltenheit. Im Rahmen des Projekts „Verrückt, na und?“ will eine Ausstellung im Foyer der Christian-Rauch-Schule mit Vorurteilen aufräumen.

„In der Ausstellung geht es darum, was der Seele schwerfallen kann“, erklärt Regina Meyer (Vitusklinik Bad Wilhelmshöhe). Wie wichtig es ist, sich frühzeitig mit dem Thema Seelische Gesundheit zu befassen, unterstreicht die Sozialpädagogin mit den entsprechenden Zahlen: etwa zwölf bis zwanzig Prozent aller Schüler seien psychisch auffällig.

Die Hintergründe sind vielfältig und reichen von der familiären Situation bis hin zu schulischem Stress und fehlenden Auszeiten, insbesondere seit Einführung der Ganztagsschule.

Die für alle Schüler zugängliche Ausstellung stellt daher nur einen ersten Einstieg in die Thematik dar. Mithilfe der Tafeln soll Aufklärungsarbeit geleistet und erste Hilfestellungen gegeben werden. Wie Pädagogin Beatrix Broeker vom Arbeitskreis Gesunde Schule berichtet, wird das an den Deutschunterricht angebundene Projekt „Verrückt, na und?“ die vier Klassen der Jahrgangsstufe 9 das ganze Schuljahr über begleiten. Dabei soll unter anderem die Einstellung zu Menschen mit seelischen Erkrankungen in den Fokus gerückt werden.

Die Ausstellung wurde vom Verein „Irrsinnig menschlich“ entwickelt und von der Barmer GEK gefördert.(sim)

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