Spritzen-Herstellung

Almo investiert 30 Millionen Euro in Bad Arolsen in Produktionsstätte

Die nordwaldeckischen Bürgermeister mit dem Almo-Geschäftsführer Christian Kapischke (2. von rechts). Links Fachdienstleiter Dominik Wohl von der Stadt Bad Arolsen vor dem Neubau an der Großen Allee.
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Die nordwaldeckischen Bürgermeister mit dem Almo-Geschäftsführer Christian Kapischke (2. von rechts). Links Fachdienstleiter Dominik Wohl von der Stadt Bad Arolsen vor dem Neubau an der Großen Allee.

30 Millionen Euro investiert Almo in Bad Arolsen in Produktionsstätte, 2022 ist Inbetriebnahme.

Bad Arolsen – Gut im Zeitplan liegen die Arbeiten an der neuen Produktionsstätte der Firma Almo an der Großen Allee. Der Spritzenhersteller will im kommenden Jahr dort mit der Herstellung beginnen.

380 Mitarbeiter

Christian Kapischke, seit 2021 neben Otto Philipp Geschäftsführer bei Almo, skizzierte den Bürgermeistern der Region Nordwaldeck die Entwicklung des Unternehmens mit 380 festen Mitarbeitern und 36 Auszubildenden und einer jährlichen Produktion von 2,1 Milliarden Spritzen in 27 Produktionslinien.

Die Corona-Pandemie beeinflusst auch die Nachfrage nach Almo-Erzeugnissen. Während wegen des Rückgangs an planbaren Eingriffen in Kliniken zur Freihaltung von Kapazitäten für Corona-Erkrankte Standardgrößen weniger gefragt sind, ging die Produktion der bisher weniger nachgefragten 1-ml-Spritzen für die Anti-Covid 19-Impfungen in die Höhe, daneben einschlägige Hygieneerzeugnisse bei dem Mutterunternehmen B. Braun in Melsungen. Die kleinsten Spritzen werden nun rund um die Uhr hergestellt.

Spitzenplatz angestrebt

Ziel ist es laut Kapischke, die Nummer eins bei den Injektionssystemen in Europa zu werden. Nunmehr werden Spritzen in 700 verschiedenen Ausführungen in Arolsen für den Weltmarkt hergestellt. 30 Millionen Euro werden für den im vorigen Jahr begonnenen Anbau investiert, der im Mai 2022 in Betrieb gehen soll.

Dort sollen laut Betriebsleiter Stefan Grass mit mithilfe von High-Tech-Maschinen und mit hohem Tempo Spritzen produziert werden. Eine Option hat sich Almo für ein weiteres Projekt im Bioenergiepark Mengeringhausen gesichert. Das Konzept für diesen neuen Bereich müsse noch aktualisiert werden, sagt Geschäftsführer Kapischke.

Wichtiger Ausbildungsbetrieb

Bürgermeister Jürgen van der Horst würdigte die Kooperation der Unternehmen und der Nordwaldeck-Kommunen, die von Almo angestoßen worden sei. In dem Arolser Unternehmen werde ein wesentlicher Anteil bei der Ausbildung zu neuen Fachkräften geleistet, (Armin Haß )

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