Bad Arolsen

Almo: Bei Spritzen sind sie Spitze

- Bad Arolsen (-es-). Mit einer erfrischend optimistischen Festrede zum 75-jährigen Bestehen der Firma Almo hat der Aufsichtsratsvorsitzende der Firma BBraun Melsungen, Prof. Dr. Georg Ludwig Braun die 360 Mitarbeiter des Bad Arolser Spitzenherstellers auf die nächsten Herausforderungen für die Unternehmensgruppe eingestimmt.

Es habe großen unternehmerischen Mutes bedurft, als Erwin Busch 1963 das von Alfons Mondt gegründete Unternehmen übernommen habe. Ebenso mutig sei die Umstellung der Produktion von Kunststoffartikeln für Bäckereien auf Einmalspitzen gewesen. Anfang der 60er Jahre seien Spitzen noch aus Glas gemacht worden. Nur wenige hätten sich damals vorstellen können, dass Einmalspritzen zum Wegwerfen höheren hygienischen Anforderungen entsprechen würden. Prof. Dr. Braun: „Erwin Busch ist zusammen mit seinen Vertriebspartnern diesen Weg gegangen, weil wir von dem neuen Produkt und seinen guten Eigenschaften für die Hygiene im Krankenhaus überzeugt waren.“ Das Geheimnis der Erfolges aber sei gewesen, dass man die immer neuen Herausforderung angenommen habe. Ähnlich müssten auch die Heutigen bereit sein, die Probleme direkt anzugehen und nach zeitgemäßen Lösungen zu suchen. Auch heute könnten mit Mut und den Prinzipien des ehrbaren Kaufmanns unternehmerische Erfolge erzielt werden. Dann könnten auch in 75 Jahren die Enkel der heutigen Mitarbeiter noch bei Almo arbeiten. Die nächste große Herausforderung sei es, die jährliche Produktion von Einmalspritzen von derzeit zwei Milliarden auf 2,5 Milliarden zu steigern. Und das möglichst bald. Im gleichen Maße gelte es, die Materialabhängigkeit zu senken. Die großen Preisschwankungen bei den erdölabhängigen Rohstoffen stelle ein ebenso großes Problem dar wie die steigenden Energiekosten. Die Firma Almo habe allein im ersten Dreivierteljahr 300 000 Euro Mehrkosten für die Finanzierung der erneuerbaren Energien schultern müssen.

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