Neue Besuchsregelungen erfordern Einhaltung der Hygienevorschriften

Altenpflege: Besuche bei Oma bald wieder möglich

Besuche untersagt wegen der Corona-Krise. Blick auf das Altenpflegeheim des Waldeckschen Diakonissenhauses Bad Arolsen. Foto: Armin Haß
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Wegen der Ansteckungsgefahr sind Besuche in Altenpflegeeinrichtungen während der Corona-Krise grundsätzlich verboten. Bei Vorliegen eines Sicherheitskonzeptes können ab Anfang Mai ausnahmsweise wieder Besuche ermöglicht werden.

Die DIAKO Waldeck-Frankenberg gGmbH, die Altenpflegeheime in Bad Arolsen, Flechtdorf und Asel betreibt sowie in Frankenberg „Auf der Burg“ die Geschäfte führt, begrüßt die neusten Besuchsbestimmungen für Altenpflegeeinrichtungen.

Bad Arolsen / Diemelsee. „Die Lockerungen ermöglichen es den Bewohnerinnen und Bewohner wieder, Besuche von Angehörigen und ihnen nahestehenden Personen empfangen dürfen“. so Pfarrer Oswald Beuthert, Geschäftsführer in der DIAKO Waldeck-Frankenberg.

Die Erwartungen der Bewohner wie der Angehörigen seien nach den Wochen der Zutrittsverbote gewaltig. Alle sehnten sich verständlicherweise nach Kontakt. Trotzdem seien alle Altenpflegeeinrichtungen dazu aufgerufen, sehr verantwortungsvoll mit der schrittweisen Öffnung umzugehen.

Besuche nur unter Einhaltung strenger Regeln

Stefan Kiefer, ebenfalls Geschäftsführer in der DIAKO Waldeck-Frankenberg, ergänzt: „In den nächsten Tagen werden wir für jede Einrichtung ein Konzept vorlegen, mit dem wir die Besuche ermöglichen.“

Besuche in Altenpflegeeinrichtungen bleiben weiterhin grundsätzlich verboten, wobei es ab dem 4. Mai dahingehend eine Öffnung gibt, dass jede Bewohnerin, jeder Bewohner wöchentlich bis zu einer Stunde Besuch bekommen darf.

Um diese Besuche ermöglichen zu können, muss jede Einrichtung ein Konzept vorlegen, wie die Besuche organisiert werden.

Hygiene-Konzept für Besuche erarbeitet

Grundlage hierzu ist ein Rahmenkonzept des Hessischen Sozialministeriums, dass den Einrichtungen seit dem Nachmittag des 30. April vorliegt. In jeder Einrichtung müssen die räumlichen Voraussetzungen zur Einhaltung der Abstandsregeln sowie möglichst die Abtrennung durch Plexiglas geschaffen werden.

Zudem muss für jeden Besucher der entsprechende Mundschutz vorrätig sein. Besucher in Altenpflegeeinrichtungen müssen sich mindestens am Tag vorher anmelden und ein Formular ausfüllen, in dem auch die Symptome einer Corona-Erkrankung abgefragt werden.

Altenpflegeeinrichtungen müssen für die Besuche, die in einem Besuchszimmer stattfinden, entsprechend Personal vorhalten, um die Umsetzung des Konzeptes zu gewährleisten.

Besuchszeiten vorerst auf 30 Minuten beschränkt

Ab kommenden Mittwoch, 6. Mai werden in allen vier genannten Altenpflegeeinrichtungen die Voraussetzungen für die neuen Besuchsregelungen geschaffen sein. Nicht in allen Einrichtungen kann ab 6. Mai ein einstündiger Besuch gewährleistet werden, so dass anfangs in der Regel nur Besuchszeiten von 30 Minuten möglich sein werden.

„Wir freuen uns für unsere Bewohnerinnen und Bewohner und danken gleichzeitig unseren Mitarbeitenden für ihr Engagement in diesen herausfordernden Zeiten,“ so Beuthert und Kiefer.  red 

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