Nach dem Kindergarten Rhoden wird in Wrexen gebaut

Anbau für die Jüngsten

Diemelstadt-Rhoden - Die „Lila Gruppe“ im Kindergarten Rhoden ist mit einem Tag der offenen Tür offiziell in Betrieb genommen worden. Nun fehlen noch ein Bollerwagen und die Fertigstellung der Außenanlagen an dem bereits Ende 2013 fertiggestellten Anbau.

„Wir haben mit Eröffnung der U 3-Gruppe in Rhoden eines der großen Ziele unseres Leitbildes ,Familienfreundliche Diemelstadt‘ eines der größten Ziel erreicht“, sagte Bürgermeister Elmar Schröder vor Kindern, Eltern und Politikern am Samstagvormittag. Kurz nach seinem Amtsantritt vor zwei Jahren sei im Rathaus fast täglich diskutiert worden, welchen Kindern eine Zusage für die Aufnahme in den Kindergarten gegeben werden sollte und welche Eltern noch warten mussten. Dann sei mit der Gründung der Kommission für eine familienfreundliches Diemelstadt ein Planungsprozess für die Bereitstellung von genügend Plätzen für Kinder berufstätiger Eltern gebildet worden. Zunächst sei die Anschaffung eines Gebäude-Moduls wie in Bad Arolsen angedacht gewesen und danach die Umgestaltung des Gemeinschaftshauses für die U 3-Plätze für Wrexen und Rhoden anvisiert worden, in dem bis 1995 der Kindergarten bestand. Doch habe das Architekturbüro Müninga und Puy festgestellt, dass dann 300 000 bis 600 000 Euro erforderlich wären für die Umgestaltung. So seien Ende 2012 die aufwendige Umgestaltung in Wrexen und der Anbau in Rhoden beschlossen und 400 000 Euro im Haushalt bereitgestellt worden. Mit Zuschüssen für beide Projekte sei nicht gerechnet worden. Im Mai 2013 musste dann alles sehr schnell gehen: Innerhalb von vier Stunden habe er zusagen müssen, die für andere Projekte nicht benötigten Restmittel des Bundes von 200 000 Euro nehmen zu wollen, erklärte der Bürgermeister. Dank der politischen Verhältnisse in Diemelstadt habe er die Zusage geben können. Das Gebäude in Rhoden koste nun 305 000 Euro einschließlich der mit der Kommission ausgewählten Inneneinrichtung. Einschließlich der U 3-Gruppe in Wrexen, deren Einrichtung im Sommer begonnen werde, betrügen die Kosten nun insgesamt 536 000 Euro. Bund und Land stellen für den Bau in Rhoden Zuschüsse in Höhe von 240 000 Euro bereit, der Kreis gibt 86 000 Euro, mithin verbleibt für die Stadt ein Eigenanteil von 40 Prozent. Die Personalkosten müsse die Stadt allein stemmen und belasteten den kommunalen Etat, fügte Schröder hinzu. „Aber alle Kommunalpolitiker sind bereit, diesen Betrag bereitzustellen. Gegenwärtig besuchen insgesamt 100 Kinder den Kindergarten, davon zehn die U 3-Gruppe, die für insgesamt zwölf Kinder gebaut wurde.Die Förderquote sei „kein Pappenstiel“, betonte MdL Armin Schwarz. Er stiftete einen Zuschuss für den Bollerwagen in Rhoden. Im Namen des Elternbeirats überreichten Natalia Prichodko und Katharina Nickel der Kindergartenleiterin Sabine Königsmann ebenfalls einen Betrag bereit. Im Namen der Eltern der Schulkinder sagte Claudia Bellmann-Kehl einen weiteren Wagen zu. (ah)

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