Opel-Kadett-Umbau aus den 80er Jahren begeistert Autoliebhaber noch heute

Anerkennung für kreative Schrauber: Flotter Flitzer von 1981 als Sammel-Modell erschienen

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Großer Rennwagen ganz klein: Eine auf Sammelmodelle spezialisierte Firma hat das Auto im Maßstab 1:43 nachgebaut. Ein weiteres Modell im Maßstab 1:18 ist in Vorbereitung.

Motorsport war Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre in Nordwaldeck groß in Mode. Die Motorsportclubs in Bad Arolsen und Umgebung waren sehr rührig und es gab regelmäßig Kartrennen.

Bad ArolsenMotorsportwar Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre in Nordwaldeck groß in Mode. Die Motorsportclubs in Volkmarsen und Bad Arolsen waren sehr rührig und es gab regelmäßig Kartrennen.

Einige Klassen höher machte Günter Knippschild vom damaligen Opel-Autohaus als Tourenwagenfahrer von sich reden. Mit seinem Team baute er Kadett- und Manta-Modelle um und machte sie rallye-tauglich.

„Wir waren damals regelmäßig im holländischen Zandvoort, in belgischen Zolder, in Salzburg und auf dem Avus in Berlin“, erinnerte sich der Maschinenschlosser Herbert Heinen, der damals gemeinsam mit Knippschild ständig an stärkeren Motoren, Bremsen und Karosserien tüftelte.

Alles verändert, was sich abschrauben ließ

Diese Zeiten sind längst vorbei. Umso erstaunlicher, dass ausgerechnet jetzt die Modellbaufirma Raceland auf die Idee gekommen ist, das spektakulärste von Knippschilds Fahrzeugen, einen Opel Kadett C-Coupé in einer Gruppe 5 Rennversion mit Radkasten-Verbreiterungen von Zakspeed auf Basis des 2-Liter Coupés als Modell im Maßstab 1:43 in limitierter Auflage von 350 Stück auf den Markt zu bringen. Ein weiteres Modell im Maßstab 1:18 ist in Vorbereitung. Während das kleine Modell für rund 70 Euro zu haben ist, wird die größere Variante rund 100 Euro mehr kosten. Kein Spielzeug für Kinder also, sondern etwas für Sammler.

Das Team Knippschild von einst  betrachtet nicht ohne Stolz das Automodell, das auf den spektakulären Spezialumbau von Herbert Heine aus den 80er Jahren zurückgeht. Nun hat eine auf Sammelmodelle spezialisierte Firma das Auto im Maßstab 1:43 nachgebaut. Das Foto zeigt von links Michael Buttlar vom Alt-Opel-Club, Herbert Heine, Heinrich Emde und Andreas Heine. Foto:

Für Tüftler Herbert Heine, seinen Sohn Andreas und die Freunde vom Alt-Opel-Club ist das Modell mit ganz vielen Emotionen verbunden. Da steckt Herzblut drin. Alle vom Team Knippschild fühlten sich damals wie eine große Familie.

„Günter hatte Biss“, erinnert sich herbert Heine: „Der hat auch mal in der Kurve den Fuß auf dem Pedal stehen lassen, wenn andere schon gebremst haben.“ Wenn das der umgebaute Motor durchgehalten habe, dann habe Knippschild auch weit vorgelegen. Einmal sei es ihm in Diepholz sogar gelungen, das ganze Feld zu überrunden, schwärmt Heine.

Rennwagen mit Kinderkrankheiten war am ende der Saison ausgereift

Auf seiner Homepage schreibt der Modell-Hersteller Raceland: „Nach sporadischen Rundstreckeneinsätzen mit Manta A, GT und Kadett C verwirklichte sich der Opel-Händler Günter Knippschild 1981 seinen Traum vom Opel Kadett C Coupé für die Deutsche Rennsport Meisterschaft.

Beim Auftakt in Zolder verhinderten Kinderkrankheiten noch einen Rennstart. Erst im Laufe der Saison kam der Breitbau-Kadett langsam zum Laufen. Beim zweiten Auftritt in Zolder im August 1981 landete Knippschild auf Rang 12 der Division 2. Danach endete die kurze Rennkarriere des wohl spektakulärsten Rüsselsheimer C-Coupés.“

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