Festscheune präsentiert sich als Philharmonie von Gembeck

Applaus für Filmmusiken und Klassiker

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Mit einem Medley der schönsten Disney-Melodien und einer Bearbeitung von Bon Jovis „It‘s my life“ begeisterten die Sängerinnen des Großen Chores der Christian Rauch-Schule.

Twistetal/Bad Arolsen - Die Sommerferien stehen vor der Tür, doch die CRS-Musiker sind noch voller Schwung und Spielfreude.

Mit zwei umwerfenden Konzerten haben sich die Sänger und das Große Orchester am Wochenende in der „Philharmonie von Gembeck“ präsentiert. Diesen Ehrentitel verlieh ein begeisterten Konzertleiter Rainer W. Böttcher der von der Arbeitsgruppe „Attraktives Gembeck“ hergerichteten Festscheune Scholla.

Der donnernde Triumphmarsch aus der Verdi-Oper Aida bildete den passenden Einstieg in diese herzerfrischenden Konzertabende. Temperamentvoll ging es weiter mit Brahms Ungarischem Tanz Nr.5.

Wie spielerisch die jungen Musiker, immerhin 33 von ihnen mit Abitur in der Tasche, inzwischen ihr Metier beherrschen, das wurde bei zwei pfiffigen Showeinlagen deutlich: So stieß Konzertmeister Oliver Mathes bei der Filmmusik zu Alexis Zorbas von Mikis Theodorakis symbolisch mit einem Glas Uso mit seinen Streicherkollegen an. Und bei der an eine Filmmusik erinnernde „Odissey“ von Robert W. Smith, packten zwei Posaunisten zur Überraschung des Publikums die Degen aus, um den legendären Kämpfen des Odysseus auch schauspielerisch Ausdruck zu verleihen.

Ihre Virtuosität an der Oboe konnte die Jahrgangsbeste Abiturientin Louisa Albers beim Tango Oblivion von Astor Piazolla aus dem Film Henry IV bewesien.

Der Große Chor unter Leitung von Steffen Hause präsentierte sich mit einem Medley der schönsten Disney-Melodien, einem fetzigen „Celebration“ nach der Musik von Kool and the Gang sowie einer Chorbearbeitung von John Bon Jovis „I‘s my Life“.

Nach der Pause meldeten sich die jungen Sänger mit der Filmmusik zu dem franzöischen Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ zurück.

Musiklehrer Rainer W. Böttcher spannte dabei in der Anmoderation den Bogen vom Filmsujet zur aktuellen Bildungspolitik: Der Film beweise, dass der Lernerfolg ganz entscheidend vom Lehrer abhänge. Parallelen zum professionellen Auftreten der CRS-Musiker liegen natürlich auf der Hand.

Feurige Zugabe

So gab es noch viel Applaus für ein Mamma Mia der schwedischen Gruppe Abba und für eine Irische Suite und den Blue Tango von Leroy Anderson.

Höhepunkte der beiden Konzerte waren jedoch die umwerfenden Darbietungen der Filmmusiken „Mission Impossible“ und „Piraten der Karibik“. Kein Wunder, dass die CRS-Musik nicht ohne eine feurige Piratenzugabe von der Bühne kamen.

Das zweite Konzert am Sonnabend hatte als besonders Schmankerl noch den Auftritt der Arolser „Stadtstreicher“ alias Adele Jakumeit, Oliver Mathes, Tabea Knobbe und David Schult im Programm.

Das Celloquartett aus Paul Walprecht, Eliette Lion, Laura Franke und David Schult überraschte mit einer eigenwilligen Interpretation des Metallica-Stücks „Nothing else matters“.

Peter Einax vom Kulturkreis „Attraktives Gembeck“ zeigte sich am Ende überwältigt von dem Konzert und dankte Schülern und Lehrern für ihren Einsatz in Gembeck. Der Erlös aus der Pausenbewirtschaftung ist für die Flutopfer bestimmt.

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