Ehringer Sänger organisieren Konzert mit zwei himmlischen Profis

Applaus für himmlische Top Ten

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Die Sänger des MGV Ehringen traten unter Leitung von Kerstin Schmidt in der Volkmarser Marienkirche auf.

Volkmarsen - Nach monatelangen Vorbereitungen war der große Moment endlich da: Der MGV Ehringen trat mit dem Duo Marshall und Alexander in der Volkmarser Marienkirche auf.

Damit hatte es der ambitionierte Männerchor zum dritten Mal geschafft, zwei Große des Business zum gemeinsamen Konzert zu laden. Mit dem musikalischen Ereignis haben die Sänger zudem das 135. Jahr ihres Bestehens gekrönt.

Erfahrung im „Rampenlicht“ hatten der Chor und seine Dirigentin Kerstin Schmidt bereits bei Auftritten mit Chorleiter-Legende Gotthilf Fischer und den Ural-Kosaken sowie bei zahlreichen Konzerten mit heimischen Musikern gesammelt.

Auftritte vor mehr als 500 Menschen waren bisher allerdings auch für die erfahrenen Ehringer eher selten. So viele Zuhörer drängten sich nämlich am Sonntag noch bis in den hintersten Winkel des Kirchengestühls, um die „Top Ten des Himmels“ zu erleben.

Der Name ist Programm: mehr als 400 Kirchenkonzerte haben Jay Alexander und Marc Marshall, der Sohn von Schlagersänger Tony Marshall, bisher mit ihrem Repertoire aus sakralen Gesangsstücken gegeben.

Die dazugehörigen Tonträger haben sogar Spitzenplätze in den deutschen Klassik-Charts erreicht.

Wer das Volkmarser Konzert erlebt hat, versteht auch, warum das Duo ausgerechnet mit geistlichen Werken so gut ankommt. Es ist wohl die Kombination aus dem zweistimmigen, harmonischen Stimmklang der beiden ausgebildeten Sänger, ihr zurückhaltendes und dennoch herzliches Auftreten und die dezente Begleitung durch eine Handvoll ausgewählter Instrumentalisten, die sich mit der Atmosphäre im Kirchenraum zu einem so stimmungsvollen Ganzen verbindet.

Stimmungsvoll war schon der Auftakt, den der MGV Ehringen mit „Ich bete an die Macht der Liebe“ gestaltete und den Marshall und Alexander mit Händels „Halleluja“, singend durch den Mittelgang schreitend, fortsetzten.

Bei der Auswahl seiner Stücke ließ das Duo keinen der großen Komponisten aus: von Bach und Gounod über Beethoven und Bizet war bis Holst und Rossini alles vertreten, was Rang, Namen und bekannte Melodien geschaffen hat.

Deren Werke schmetterten die Stars mal wie zwei aus der Oper entstiegene Heldentenöre, um dann wieder ruhige Passagen in andächtiger Stille zu intonieren.

Sogar ein Weihnachtslied war mit dabei, was aber selbst am ersten richtigen Frühlingstag des Jahres mit allgemeiner Begeisterung aufgenommen wurde. Noch höher wogte der Beifall beim Gesangsauftritt von Chorleiterin Kerstin Schmidt sowie nach dem abschließenden Kirchenlied „Großer Gott, wir loben dich“, das aus mehr als 500 Kehlen erscholl.

Für die Organisatoren aus Ehringen kam der vielleicht schönste Applaus übrigens von Marshall und Alexander selbst, die den Chor mit ihrem Dank zum Strahlen brachten. Ihren Zuhörern empfahlen die beiden Profis, die „Botschaft des Singens“ mit nach Hause zu nehmen: „Schicken Sie alle, die Sie kennen, in einen Chor!“

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