Rückendeckung für Archiv-Neubau erhofft

Arolsen Archives setzen auf Unterstützung durch Politik

Zwei Männer und zwei Frauen stehen mit bedrückten Gesichtern vor Archivschränken.
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Beeindruckt vom Besuch im Hauptgebäude der Arolsen Archives in der Großen Allee: von links Michael Roth (SPD), Esther Dilcher (SPD), Franziska Schubert (Arolsen Archives) und Kai Schluckbier (Arolsen Archives).

Staatsminister Michael Roth und die Bundestagsabgeordnete Esther Dilcher (beide SPD) haben sich bei einem Besuch über die Arbeit der Arolsen Archives informiert. Neben dem Besuch der Dauerausstellung und des Projektes #StolenMemory stand auch ein Besuch des Archivs auf dem Programm.

Bad Arolsen - Die Gäste aus Berlin lobten anschließend die Arbeit der Mit- arbeitenden und sagten politische Unterstützung für den Neubau des Archivs zu. „Die Arolsen Archives sind in vielerlei Hinsicht von unschätzbarer Bedeutung und deshalb vollkommen zurecht als UN-Weltdokumentenerbe anerkannt“, sagte Michael Roth, im Auswärtigen Amt zuständiger Staatsminister für Europa.

Roth und Dilcher wurden von Mitarbeitenden der Arolsen Archives über die aktuellen Arbeitsschwerpunkte informiert. Die Sammlung von Unterlagen aus Konzentrationslagern, NS-Dienststellen und anderen Archiven ist einzigartig und sehr wertvoll für Erinnerung und Aufklärung von Verfolgung, Verschleppung und Vernichtung der Opfer und Überlebenden des Nazi-Terrors. Roth und Dilcher erfuhren, dass die Sammlung von Unterlagen aus Konzentrationslagern und NS-Dienststellen künftig vom Team der Arolsen Archives verstärkt für Erinnerung, Bildung und Forschung nutzbar gemacht wird. Beide zeigten sich beeindruckt von der Arbeit der mehr als 200 Beschäftigten.

Aroslen Archives haben wenig Einfluss auf Planer

Mit großem Interesse haben sich Michael Roth und Esther Dilcher abschließend über den Stand des Archiv-Neubaus informiert und verdeutlicht, dass sie sich für die Arolsen Archives eine schnelle Umsetzung wünschen. Der Neubau sei eine dringende Notwenigkeit, die auf politischer Ebene breite Unterstützung habe.

Steffen Baumheier, stellvertretender Direktor der Arolsen Archives, bedankte sich und betonte, dass Unterstützung von politischer Seite sehr hilfreich sei: „Da wir nur Nutzer des Gebäudes sein werden und nicht Bauherr, ist es für uns schwierig, für eine Beschleunigung der Planungsprozesse zu sorgen, an denen ja verschiedene Zuständige von Land und Bund beteiligt sind.“  

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