Planungsausschuss beschäftigt sich mit Anregungen und Einwendungen

Arolser Brauerei-Pläne: Wo sollen die künftigen Brauhaus-Gäste parken?

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Idylle am Schlossteich: Wo sollen die künftigen Brauhaus-Gäste parken? Die Fürstliche Hauptverwaltung sagt: Hier nicht.

Zu den Knackpunkten im Bebauungsplanverfahren für den Neubau der Brauerei zwischen Helisosteig und Kaulbachstraße gehören neben Fragen der Verkehrsanbindung auch die Suche nach geeigneten Parkflächen.

Bad Arolsen. Das hat die erste Offenlegung der Pläne ergeben. Im städtischen Ausschuss für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung ging es am Dienstagabend um die zu Protokoll gegebenen Anregungen und Bedenken. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung sind sechs Stellungnahmen eingegangen. Von Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange sind 26 Rückmeldungen eingegangen, die in einem Abwägungsprotokoll von der Stadtverwaltung abgearbeitet wurden.

Im Planungsausschuss ging es vor allem um die Frage, ob der sogenannte Wanderparkplatz entlang des Fußweges vom Helisosteig zum Schlossteich notwendig und sinnvoll sei. Neben Anliegern hatten sich auch das Fürstliche Forstamt und die Fürstlich Waldeckische Hauptverwaltung gegen diesen Teilaspekt der Planung ausgesprochen. Eindeutig heißt es in der Stellungnahme: „Eine Inanspruchnahme unseres Grundstücks für die Anlage eines Wanderparkplatzes lehnen wir ab.“

Bebauungsplan steckt nur den Rahmen ab

Aus Sicht der Grünen-Fraktion meldete Annegret Böhringer Bedenken gegen diese 30 Parkplätze an. Parkflächen müssten anderswo gesucht werden.

Teilweiser Abriss geplant: Blick von der Violinenstraße auf die Rückseite des alten Hofbrauhauses.

Dazu stellte der CDU-Stadtverordnete Gerd Frese fest: „Auch wenn die Parkplätze am Ende nicht gebaut werden, sollten wir uns doch die planungsrechtliche Möglichkeit offenhalten. Der Bebauungsplan stecke ja nur die Grenzen des machbaren ab. Wenn die Fürstliche Familie das Grundstück nicht abgeben wolle, habe sich die Sache sowieso erledigt. Vielleicht würden sich ja noch Parkmöglichkeiten auf dem Telekom-Gelände ergeben.

Ähnlich argumentierte auch Ausschussvorsitzender Elmar Kottenstede von der Offenen Liste. Die Parkplatznot im Bereich zwischen Schlossstraße und Mannelstraße sei so groß, dass man sich alle Optionen offenhalten müsse.

Fördergebiet wird um Brauereigelände erweitert

Bei der anschließenden Abstimmung im Ausschuss empfahlen sechs Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung, die Abwägungsempfehlung der Verwaltung zu übernehmen und die Pläne erneut offenzulegen. Die Grünen-Vertreterin stimmte dagegen.

Einstimmig angenommen wurde der Vorschlag, das im Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) festgeschriebene Fördergebiet für den Stadtumbau um das Brauereigelände zu erweitern.

Das Baugrundstück ist schon eingezäunt: Zwischen Violinenstraße und Mannelstraße soll die neue Brauerei errichtet werden. Die Planungen laufen auf Hochtouren.

Die für Donnerstag, 19. März geplante Sitzung des  Haupt- und Finanzausschusses und der  Stadtverordnetenversammlung  am Donnerstag, 26. März, wurden inzwischen kurzfristig abgesagt. es

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