Spendenbereitschaft war enorm

Arolser Bürger spenden zwei Ultraschallgeräte fürs Krankenhaus

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Spendenübergabe im Krankenhaus. Von links im gebührenden Abstand Chefarzt Walter Knüppel, Bürgermeister Jürgen van der Horst, Pflegedienstdirektorin Kathy Mehler, Geschäftsführerin Anne Bülling, Willy Schaumburg vom Förderverein.  

Allein aus Spenden finanziert hat das Krankenhaus Bad Arolsen zwei moderne Ultraschallgeräte im Wert von knapp 55.000 Euro in Betrieb genommen.

Bad Arolsen. 10.000 Euro stammen vom Förderverein des Krankenhauses „Gute Besserung“, der Rest wurde von 254 Einzelspendern, darunter Firmen, Gemeinden aus Nordwaldeck und dem Lions-Club aufgebracht.

Zu Beginn der Corona-Krise hat das Krankenhaus Bad Arolsen zu Spenden aufgerufen, mit denen ein Ultraschallgerät für die Covid-19-Isolierstation angeschafft werden sollte. Das Spendenaufkommen war aber so groß, dass es zwei Ultraschallgeräte reichte.

Geräte kommen zum Patienten, nicht umgekehrt

Tatsächlich sind im Krankenhaus an der Großen Allee zwei Isolierbereich für Covid-19-Patienten eingerichtet. Zur Ausstattung der Isolierstationen wurden natürlich noch viele weitere Geräte benötigt. Die wurden vom Krankenhausträger GNH finanziert.

Um zu vermeiden, dass Patienten und Geräte durchs ganze Haus transportiert werden müssen, sind die beiden mobile Geräte nun auf den Weg zu den Patienten.

Die Ultraschallgeräte vom Typ GE Logiq mit je drei unterschiedlichen Schallköpfen wurden vom Hersteller und Lieferanten GE Healthcare mit weiteren Bonus-Komponenten geliefert. Der Ärztliche Direktor und Chefarzt Walter Knüppel dankte allen Spendern.

Förderverein als Bindeglied zwischen Bürgern und Krankenhaus

 Bürgermeister Jürgen van der Horst zeigte sich überwältigt vom bürgerschaftlichen Engagement. Das zeige, dass die Zivilgesellschaft funktioniere. Willy Schaumburg vom Förderverein unterstrich, dass sich der Verein „Gute Besserung“ mit seinen 165 Mitgliedern als Bindeglied zwischen Krankenhaus und Bevölkerung verstehe.

Krankenhaus-Geschäftsführerin Anne Bülling stellte fest: "Gut, dass die zu Anfang erwartete, große Welle an Covid-19-Patienten ausgeblieben ist. Wir mussten zu Anfang viel improvisieren und interdisziplinär zusammenarbeiten." Außerdem sei zusätzlich Personal benötigt und intensiv geschult worden. Bülling: "Mal sehen, ob es die zweite Welle im herbst gibt. Dann sind wir jedenfalls noch besser vorbereitet."

Dezentrale Krankenhausversorgung ist wichtig

In den nächsten Monaten jedenfalls werde das Krankenhaus Bad Arolsen die Iisolierstationen für Covid-19-Patienten weiter vorhalten.

Bürgermeister Jürgen van der Horst bekräftigte: "Diese Krise hat noch einmal die Bedeutung einer dezentralen, guten Akutversorgung noch einmal allen deutlich vor Augen geführt. Für die Menschen in Bad Arolsen sei es ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass das Krankenhaus vor Ort gut vorbereitet sei. 

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