Viele Ursachen für Dahinsiechen  von jungen Eichen

Arolser Große Allee liefert neuen Zündstoff

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Der Baum- oder frühere Kurpark in Bad Arolsen: Ähnliche Probleme wie in der Großen Allee tun sich in dem Baumbestand auf, die Wege sollen erneuert werden.

Bad Arolsen. Eine neue Diskussion ist über die Große Allee in Bad Arolsen entbrannt, weil ein Drittel der neu gepflanzten Bäume verkümmert. Ein neuer Disput über den benachbarten Kurpark zeichnet sich ab.

„Keiner hat richtig Recht“, erklärte Bürgermeister Jürgen van der Horst auf Anfrage des CDU-Stadtverordneten Martin Dietzel. Dass ein Drittel der neu gepflanzten Bäume nicht angehe, entspreche der Quote in anderen städtischen Grünanlagen. 

Verschiedene Ursachen führte der Rathauschef an: So sei der Boden verdichtet, wurden neue Eichen in alte Pflanzlöcher gepflanzt. Schattige Standorte mit mangelnder Feuchtigkeit im Boden seien nicht die einzigen Faktoren. 

Es sei falsch, dass mit den neuen Bäumen ein schädlicher Käferbefall importiert worden sei. Der Austausch der Bäume sei nicht wegen eines Pilzbefalls erfolgt. Am erfolgreichsten wäre das Fällen der gesamten Alleebäume, der Austausch des Bodens und eine Neupflanzung, sagte der Bürgermeister. Doch das würde nie von der Naturschutz- oder der Denkmalbehörde genehmigt.

 Ein ähnliches großes Problem stelle sich im Baumpark am ehemaligen Neuen Schloss. Die Anlage ist nach der Großen Allee im 17./18. Jahrhundert geschaffen worden, dort bestehen ähnliche Probleme für den Bestand, unter anderem durch stark verdichteten Boden. „Das wird noch ein riesiges Thema“, sagte van der Horst. 

Das Areal soll ebenfalls im Rahmen des Stadtumbaus saniert werden. Nachgedacht wird über ein Durchforsten des Bewuchses und die Verbesserung der Wege.

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