Bericht +ber Chancen un Grenzen der Entwicklungarbeit

Bad Arolser Hilfe für Nepal

Bad Arolsen - Über Möglichkeiten und Grenzen der Entwicklungshilfe spricht Dr. Annette Massmann von der GLS Treuhand heute um 19.30 Uhr im BAC-Theater, In den Siepen 6.

In Kooperation mit der Eine-Welt-Gruppe Bad Arolsen berichtet Annette Massmann (Geschäftsführerin der GLS Treuhand, Zukunftsstiftung Entwicklung, Bochum) im Rahmen eines Lichtbildervortrags über die Entwicklungschancen in Nepal, eines der ärmsten Länder der Welt. Die Eine-Welt-Gruppe unterstützt seit über zehn Jahren ein Entwicklungsprojekt um Renu Sharma, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, misshandelten Frauen und Kindern Zuflucht in einem Frauenhaus zu gewähren und ihnen eine neue Perspektive zu eröffnen. Auf dem Land sind nach aktuellen Studien mehr als 80 Prozent der Frauen von häuslicher Gewalt betroffen, in allen gesellschaftlichen Schichten müssen die Grundlagen für einen Bewusstseinswandel gelegt werden. Im Frauenhaus erhalten die Frauen vor allem juristischen Beistand, nehmen an Alphabetisierungskursen teil und erhalten eine Ausbildung z.B. als Weberin. Massmann wird auch über die Gewährung von Mikrokrediten sprechen, die den Frauen tragfähige Existenzgründungen ermöglichen. Die von den Frauen gewebten edlen Schals und Tücher aus Seide, Wolle oder Kaschmir werden auch in Bad Arolsen angeboten. Seit Wochen wird Nepal von Stürmen und sintflutartigen Regenfällen heimgesucht. Auf dem Land sind bereits Menschen umgekommen, viele Hunderte gelten als vermisst. Etwa 20 000 Menschen mussten ihre Dörfer verlassen und warten in provisorischen Unterkünften auf Hilfe, vielfach ohne Zugang zu sauberem Wasser und Nahrung. Neben den Naturkatastrophen haben jahrelanger Monokulturanbau und die hohe Zuführung chemischer Pflanzenschutzmittel die Böden ausgelaugt. Neue Wege müssen begangen werden. Die wachsenden ökologischen Problemen sowie die zunehmende Macht großer Saatgutkonzerne bedrohen die Artenvielfalt regionaler Kulturpflanzen, das Wissen um Pflanzengesundheit und Bodenfruchtbarkeit geht verloren. Trotz harter Arbeit erwirtschaften die Bergbauern für sich und ihre Familien mit ihren kleinen Landflächen oft keine ausreichende Lebensgrundlage mehr. Deshalb engagieren sie sich für den Erhalt und die Verbesserung von lokalem, angepasstem Saatgut. Annette Massmann ist häufig als Projekt-Begleiterin in Nepal unterwegs und wird gern auf Fragen der Zuhörer eingehen.Der Eintritt ist frei, um eine Spende für das Frauenprojekt wird gebeten. (r/ah)

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