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Arolser Kirchplatz zu Beginn der Festspiele wieder frei befahrbar

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Von: Elmar Schulten

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Ein Gruppe Bauarbeiter schickt sich an, eine Straßensperrung zu beseitigen.
Die Kirchplatz-Baustelle ist pünktlich zu Beginn der Barock-Festspiele fertiggestellt worden. Darüber freuen sich von links Stefan Krume, der städtische Bauleiter Tobias Rauscher, Thomas Weniger (Firma Wachenfeld), Bürgermeister Marko Lambion, Jochen Wachenfeld-Teschner, Georg Grodde vom Ingenieurbüro Hesse und Partner und dessen Mitarbeiterin Katrin Hinkerohe. © Elmar Schulten

Die Fahrbahnen rund um den Kirchplatz sowie die künstlerisch gestalteten Zugänge zu den Kirchenportalen sind in den vergangenen Wochen umfassend saniert worden. Pünktlich zu Beginn der Barock-Festspiele konnten die Arbeiten von der Baufirma Wachenfeld abgeschlossen und die Straßen wieder dem Verkehr übergeben werden.

Bad Arolsen - „Jetzt haben die Arolser ihre Flaniermeile zurück“, freute sich Bürgermeister Marko Lambion und lobte die Termintreue und die sorgfältige Ausführung der von den Bürgern und der Stadtverwaltung mit Argusaugen verfolgten Arbeiten an dem wichtigen Verkehrsknoten.

Auslöser der Großbaustelle waren die erheblichen Baumängel, die 2007/2008 von einer anderen Baufirma bei den damaligen Asphaltierungsarbeiten abgeliefert worden waren. In einem langwierigen Beweissicherungsverfahren mussten die Risse in der Fahrbahn und die Mängel im Gussasphalt gerichtlich festgestellt werden.

Querungshilfe Richtung Rathaus verschoben

Der Stadt Bad Arolsen wurde in dem Verfahren vor dem Landgericht Schadenersatz in Höhe von 137.500 Euro zugesprochen. Dabei wurde auch die normale Abnutzung in 15 Jahren berücksichtigt. Mit der Sanierungsplanung wurde das Ingenieurbüro Hesse und Partner aus Kassel beauftragt. Die Ausführung der Sanierungsleistungen erfolgte durch das Straßenbauunternehmen Wachenfeld aus Korbach.

Der goldene Schnitt - das von der Natur abgeschaute Gestaltungsprinzip, das auch dem Plan der Stadt Arolsen zugrunde liegt, ist als Kunstwerk im Gussasphalt eingebettet. Die Füllung der Metallkonstruktion mit  Gussasphalt war eine Herausforderung für die Handwerker.
Der goldene Schnitt - das von der Natur abgeschaute Gestaltungsprinzip, das auch dem Plan der Stadt Arolsen zugrunde liegt, ist als Kunstwerk im Gussasphalt eingebettet. Eine Herausforderung für die Handwerker. © Elmar Schulten

Die Sanierung umfasste den Austausch der oberen vier Zentimeter Fahrbahn-Asphaltschicht, die Erneuerung der vier Gussasphaltflächen auf dem Kirchplatz sowie die Verschiebung der Querungshilfe vor dem Geschäft „Wohnkultur“ in Richtung Große Allee.

Anlieger haben Baulärm und Dreck ertragen

Die Baukosten belaufen sich auf 365.000 Euro. Verbaut wurden etwa 40 Tonnen Gussasphalt und 240 Tonnen Asphaltdeckschicht. Um die gewünschte Rotbraunfärbung zu erzielen, wurden beide Asphaltsorten mit dem Gestein Löbejüner Rhyolith angemischt. Die Arbeiten begannen am Montag, 25. April mit dem ersten Bauabschnitt und endeten planmäßig mit dem zweiten Bauabschnitt einen Monat später.

Ausdrücklich dankte Bürgermeister Lambion den Anliegern und Geschäftsleuten am Kirchplatz, die mit ihrem aufgebrachten Verständnis und der Rücksichtnahme auf die Bauarbeiten ebenfalls zum Erfolg der Baumaßnahme beigetragen hätten.

Kritischen Betrachtern, die sich über die aktuelle Asphaltfarbe wundern, versicherte Jochen Wachenfeld-Teschner: „Die endgültige Farbgebung der neuen Fahrbahn-Asphaltschicht wird sich erst nach einer gewissen Liegezeit und Nutzungsdauer einstellen.“ (Elmar Schulten)

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