Waldbegang am Sonntag, 11. März, um 11 Uhr am Zugang Fürstenallee zum Arolser Holz

Arolser Wald hat sich durch Friederike stark verändert

+
Mithilfe von modernen Vollerntemaschinen, sogenannten Harvestern, wird das Windwurfholz aufgearbeitet.

Bad Arolsen. Wie ist die Lage des Waldes nach dem Sturm Friederike am 18. Januar? Dieser Frage geht der Revierförster Oliver Wagemann bei einem öffentlichen Rundgang am Sonntag, 11. März, um 11 Uhr am Zugang Fürstenallee zum Arolser Holz nach.

Das allgemeine Betretungsverbot für den fürstlichen Wald ist zwar wie geplant nach einem Monat aufgehoben worden. Vorsicht ist nach wie vor geboten, ganz besonders abseits der befestigten und geräumten Forstwege.

Zudem sind Vollerntemaschinen und Holzlaster unterwegs. Besonders wenn die Harvester in Aktion sind, sollten sich Spaziergänger von dem betreffenden Gebiet fernhalten.

Die Gefahr bleibt

Die Vollerntemaschinen können innerhalb von Sekunden komplette Stämme von angeschlagenen Bäumen absägen, umlegen und anschließend entasten. Der Aufenthalt in dem Bereich ist lebensgefährlich. Normalerweise werden solche Bereiche weiträumig durch Trassierbänder gesperrt.

Der starke Frost hat die Arbeit der Holzunternehmen zwar etwas leichter gemacht, zumal der Boden besser zu befahren war. Doch das unter Spannung stehende Holz, angeschobene oder auf Kippe stehende Fichten stellen eine große Gefahr dar.

Ebenso schiefe Wurzelteller, die im Nu umkippen können. Zum Spielen sind diese Bereiche oder Polter mit abgelagerten Stämmen absolut nicht geeignet, wie Prinz Carl Anton zu Waldeck und Pyrmont betont.

Die Förster und die Holzunternehmen stehen unter Druck.

Mit steigenden Temperaturen steigt der massenhafte Befall angeschlagener, beschädigter und trockener Fichten durch Borkenkäfer.

Dabei dauern die Arbeiten noch mehrere Monate. Außerdem beginnt der reguläre Einschlag von Buchen und anderen Laubbäumen.

Vor dem Frühherbst dürfte das Windwurfholz nicht aufgearbeitet und an die Sägewerke ausgeliefert worden sein.

Speziell im südlichen Arolser Holz wurde geräumt. Dies sei mit Rücksicht auf die touristische Bedeutung und die Nutzung als Naherholungsgebiet geschehen, sagt Prinz Carl Anton.

Der Geh- und Radweg zwischen Driesch und Remmeker Feld ist noch gesperrt. Dort liegen viele Bäume noch quer.

Bei der Besichtigung am kommenden Sonntag wird Förster Wagemann informieren über die Entwicklung eines Teilbereiches an der Fürstenallee seit dem verheerenden Sturm Kyrill vor elf Jahren und aufgrund der folgenden Stürme.

Dort lassen sich die nachgewachsenen und nachgepflanzten Baum- und anderen Pflanzenarten darstellen. Wegen der Nähe zur Stadt sind dort im Frühling blühende Kirschbäume gepflanzt worden, die sich auch für die Holzverwertung eignen. „Der Wald hat sich komplett verändert“, sagt Wagemann.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare