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Atelierbesuch beim Arolser Künstler Walerij Bastron

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Von: Elmar Schulten

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Der Arolser Künstler Walerij Bastron präsentierte einige seiner fantastischen Bilder, in denen er Märchen und Mythen mit Naturromantik verbindet.
Der Arolser Künstler Walerij Bastron präsentierte einige seiner fantastischen Bilder, in denen er Märchen und Mythen mit Naturromantik verbindet. © Elmar Schulten

Uralte Märchen, Mythen und Sagen beeinflussen das malerische Werk von Walerij Bastron. In seinem Atelier an der Ecke Schloss- und Kaulbachstraße zeigt der im kasachischen Astana aufgewachsene Künstler seine fantastischen Bilder.

Bad Arolsen - Seit 25 Jahren lebt er in Deutschland und schwärmt für Kultur, Natur und Kunst. Seine ungewöhnlichen Kompositionen irritieren den Betrachter. Häufig dominieren Hirsche, stolze Zwölfender die Bildfläche. Die kraftstrotzenden Tiere stehen vor Schlossanlagen, ringen miteinander in Parks oder erobern nächtlich beleuchtete Fachwerkstädte.

Imposant auch der prächtige Hirsch, der vor der Kulisse der Bruchhäuser Steine in den Sonnenuntergang blickt. Die Farbstimmung ist eher kalt, nur am Himmel ist noch etwas Licht zu erahnen.

Verstörende Szenen auf Leinwand gemalt

Das neueste Werk aus Bastrons Hand ist auf den ersten Blick noch verstörender: Da hockt ein Adler auf einem Felsen der sächsischen Schweiz und hat seinen Kopf zum Betrachter gewandt. Den größten Teil des Bildes nimmt das imposante Tal ein, durch das sich die Elbe im Abendrot schlängelt.

Doch diesem friedlichen Blick in die wild-romantische Natur ist das blutige Geschehen auf dem Felsen gegenübergestellt: Der Adler hält nämlich in seinen Fängen ausgerechnet eine Hyäne, die mit weit aufgerissenem Maul einen Blick in ihren blutig-roten Schlund freigibt. Aus den Wunden, die der Adler in den Bauch der Hyäne gerissen hat, entweicht eine Schlange.

Der Bad Arolser Künstler Walerij Baston vor einem seiner neusten Werke. Es zeigt einen Adler, der einen Hyäne gerissen hat. Aus einer Wunde im Bauch kriecht eine schwarze Schlange. Die Szenerie ist gesetzt auf einem Felsen in der sächsischen Schweiz. Im Tal schlängelt sich die Elbe, die blutrot in der Abendsonne leuchtet.
Der Bad Arolser Künstler Walerij Baston vor einem seiner neusten Werke. Es zeigt einen Adler, der einen Hyäne gerissen hat. Aus einer Wunde im Bauch kriecht eine schwarze Schlange. Die Szenerie ist gesetzt auf einem Felsen in der sächsischen Schweiz. Im Tal schlängelt sich die Elbe, die blutrot in der Abendsonne leuchtet. © Elmar Schulten

Die Inszenierung bietet Stoff für vielfältige Interpretationen. Der Künstler selbst sagt, das Bild habe er nicht bewusst so komponiert, es sei quasi aus ihm herausgekommen. Er habe sich selber über diese ungewöhnliche Komposition gewundert.

Seine Verarbeitung von Mythen und Sagen sei immer auch ein Blick ins Ungewisse, ein Blick ins eigene Ich. (Elmar Schulten)

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