Freie evangelische Gemeinde:

Mit Atemschutzmasken in Bad Arolsen zum Gottesdienst

Neustart bei der Freien evangelischen Gemeinde am Watterweg in Bad Arolsen - noch m it Abstand und Schutzmasken. Fotos: Privat

Bad Arolsen – Neubeginn in der Freien evangelischen Gemeinde Bad Arolsen. Um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen, waren Gottesdienste dort seit März untersagt.

Sonntag, viertel vor zehn: Erwartungsvolle Menschen kamen Ingrid Ozimek bei der Begrüßung entgegen, bevor sie das Gemeindezentrum im Watterweg betraten. Vor der Eingangstür steht eine Informationstafel über Abstandsregeln, Händedesinfektion und Mund-Nasen-Schutz.

Namen der Besucher notiert

Das „Herzlich willkommen!“, klang umso fröhlicher, hatte man sich doch etliche Wochen nicht treffen können.

Am Eingang werden die Gottesdienstteilnehmer derzeit namentlich erfasst, so ist die Auflage. Vier Wochen lang werden die Namen festgehalten, so Pastor Karl Alfred Dautermann.

Maskenpflicht

Dafür, dass sich die Gemeindeangehörigen wieder sehen und direkt miteinander sprechen können, nahmen die Besucher des Gottesdienstes auch die Maskenpflicht in Kauf.

Für die meisten ist die Situation mit Masken und Abstand zwischen den Sitzen jedoch ungewohnt. Rainer Mitze, der den Gottesdienst moderiert, begrüßte die Gäste im Gemeindesaal und blickte immer mal zur Kamera des mitlaufenden Laptops, denn auch dieser Gottesdienst wurde auch als Podcast aufgezeichnet. Außerdem werden nach wie vor über den Kommunikationsdienst Zoom via Internet einige Gäste zugeschaltet, die den Gottesdienst live von zu Hause miterleben.

Persönlicher Kontakt besser

„Zoom, You Tube, Podcast und für die Kinder Whats App; so digital waren wir noch nie“, stellte Pastor Dautermann fest. Er sei dankbar für die technischen Möglichkeiten, mit denen der persönliche Kontakt zu den Gemeindemitgliedern aufrecht erhalten werden kann.

„Ich genieße es nun, zu den Menschen predigen zu können, die Resonanz und Aufmerksamkeit zu spüren und hinterher ein paar Worte wechseln zu können“, erklärte er aber auch. Das Singenwirkte ungewohnt, werden die Lieder doch solistisch vorgetragen. Hier und da hörte man ein Mitsummen der Melodien. Und das frische Sommerlied „Geh aus mein Herz und suche Freud“ wirkte etwas ausgebremst.

Solo mit Maske

Während Pastor Dautermann zum Liedsolo noch eine Schutzmaske aufsetzte, so redete er bei der Predigt auf der Kanzel frei: Hier ist er in seinem Element.

Erster Gottesdienst unter Corona-Regeln mit Pastor Karl Alfred Dautermann.

Schließlich seien Zusammenkünfte für die Gemeinde wichtig. „Jetzt darf ich doch wieder richtig Pastor sein. Für mich gehört Predigen und Kontakt mit Menschen und Seelsorge direkt dazu.“

Kinder noch nicht dabei

Viele erklären, dass die Teilnahme am Gottesdienst eine große Bereicherung ist. Doch ein wichtiger Teil der Gemeinde fehlt. Die Kinder sind noch nicht da. „Leider geht wegen der Abstandsregeln der Kindergottesdienst noch nicht“ bedauert Sabine Dautermann aus dem verantwortlichen Team. „Wir bieten einen Whats App-Kindergottesdienst jede Woche an. Das macht auch den Kindern Spaß.“

Das Gemeinde-Café nach dem Gottesdienst bleibt noch geschlossen, in dem sich sonst die Gäste unterhielten und Kontakte pflegten.

Gemeinschaft fehlte

„Ich konnte heute wieder richtig auftanken!“, freute sich Eryka Zmazek-Leppin. „Mir hat die Gemeinschaft in den Veranstaltungen doch sehr gefehlt. Ich komme am nächsten Sonntag gerne wieder!“

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