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Ausblick auf die 37. Arolser Barockfestspiele: Himmlische Melodien im Mai

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Von: Elmar Schulten

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Gruppenfoto mit Pauke, Geige und Querflöte: Ausblick auf die 37. Arolser Barockfestspiele.
Ausblick auf die 37. Barockfestspiele: Die Künstlerische Leitung hat wieder Dorothee Oberlinger, die erstmals mit Bürgermeister Marko Lambion (rechts) zusammenarbeitet. Die Organisationsleitung hat künftig Tobia Rückschloß (links) mit Claudia Wagener. Er folgt auf Wilhelm Müller (Mitte) der sich in den Ruhestand verabschiedet. © Elmar Schulten

Bei einem Ausblick auf die 37. Barockfestspiele, die im kommenden Jahr vom 17. bis 21. Mai ausgerichtet werden, wurde zugleich Wilhelm Müller als langjähriger Organisator hinter den Kulissen verabschiedet.

Bad Arolsen - Seine langjährigen Mitarbeiter und Nachfolger Tobias Rückschloß und Claudia Wagener beginnen schon heute mit dem Verkauf der Festspieltickets, wie Bürgermeister Marko Lambion als Geschenktipp für das nahe Weihnachtsfest ankündigte.

Für die künstlerische Leiterin Dorothee Oberlinger sind die kommenden Festspiele schon die 15., die unter ihrer Regie ausgerichtet werden. Als Festspielmotto wählte sie diesmal „Himmel und Erde“ oder „Ewigkeit und Vergänglichkeit“.

Steinzeitflöte aus Gänseknochen

Dazu passend der Titel „Eternal Breath - Ein Atem durch die Zeit“ des Eröffnungskonzertes am Mittwoch, 17. Mai 2023, um 20 Uhr in der Fürstlichen Reitbahn. Das Barockensemble „L"Arte del Mondo“ wird Werke von Vivaldi, Giorgio Mainerio, Hildegard von Bingen, Willy Merz, Wieland Wagner und anderen darbieten.

Als Solistinnen treten Dorothee Oberlinger und Friederike Potengowski mit ihren Steinzeitflöten auf. Diese Flöten sind archäologischen Höhlenfunden nachempfunden. Eigens für diese Flöten aus Gänseknochen wurden neue Kompositionen geschrieben,

Waldeck im Olymp als Titelbild

Das Programmheft, das in einer Auflage von 12.000 Stück für die Festspiele werben soll, zeigt dazu ein Fresco aus dem Bad Arolser Residenzschloss. Zu sehen sind darauf die Götter des Olymp um Göttervater Zeus und über ihm eine fliegende Himmelsgestalt mit dem Waldecker Stern in der Hand.

Barockes Deckengemälde im Arolser Residenzschloss: Das Fresco zeigt eine Reihe griechischer Götter, in der Mitte Göttervater Zeus. Über ihm den Waldecker Stern schwarz auf gelbem Wappengrund.
Waldeck im Olymp. Dieses Deckengemälde zeigt quasi die Apotheose, die Vergöttlichung des Waldecker Schlossbauherrn Über Göttervater Zeus schwebt der Waldecker Stern ein. © Elmar Schulten

Dies sei quasi die Apotheose Waldecks, die Vergöttlichung des Waldecker Schlosserbauers, schwärmt Oberlinger und verweist auf das Konzert „Apotheose“, das am Donnerstag, 18. Mai 2023, vom Ensemble Castor im Steinernen Saal des Residenzschlosses gegeben wird.

Biblisches Thema für ein Oratorium

Bei der Matinee junger Künstler wird im Christian-Daniel-Rauch-Museum das junge Ensemble Mokkabarock mit der Sopranistin Johanna Rosa Falkinger auftreten.

Am Abend des Himmelfahrtstages (18. Mai) werden der Basler Madrigalchor „Voces Suaves“ unter Begleitung eines Instrumentalensembles das barocke Oratorium „Jephte“ des römischen Komponisten Giacomo Carissimi. Darin geht es um die biblische Geschichte von Jephte, der Gott seine Tochter opfert, nachdem er mit seinem Heer einen Sieg errungen hat.

Cafehausmusik verspriocht „ein kleines bisschen Glück“

Von „Himmlischer und irdischer Liebe“ erzählt das Konzert, das das „Hathor Consort“ zusammen mit der katalanische Sopranistin Nuria Rial am Freitag, 19. Mai im Steinernen Saal des Schlosses geben wird.

Die Freunde der legendären Nachtschwärmer-Veranstaltungen dürfen sich um 22.30 Uhr auf das unterhaltsame Programm „Mozartgoogeln“ freuen. Der Musikkabarettist Michael Sens konfrontiert dabei auf musikalisch-humoristische Weise Künstliche Intelligenz mit Künstlerischer Intelligenz.

Am Sonnabend, 20. Mai 2023, lädt das Waldeckische Salonorchester Cappuccino wieder in den Garten des Welcome-Hotels und bietet bei Kaffee und Kuchen ...ein kleines bisschen Glück“.

Abschlusskonzert mit Gala-Diner

Das Abschlusskonzert der Festspiele wird am Sonnabend, 20. Mai 2023, um 20.30 Uhr vom Orfeo-Barockorchester mit Werken von Johann Sebastian Bach gestaltet. Der Titel „Himmlische Vergnügsamkeit“ lässt Platz für viel Fantasie.

Wer mag, kann dem vorab ein gutes Stück irdischer Genüsse hinzufügen, denn dem Abschlusskonzert ist wieder ein festliches Gala-Diner im Steinernen Saal des Residenzschlosses vorgeschaltet.

Tickets für alle Veranstaltungen gibt es ab sofort im städtischen Gästezentrum im Bürgerhaus. Weitere Informationen unter www.arolser-barockfestspiele.de (Elmar Schulten)

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