90 Prozent Landeszuschuss für Zwei-Millionen-Projekt

Ausschüsse stimmen für neues Jugendzentrum am Rand der Bad Arolser Innenstadt 

Für den zwei Millionen Euro teuren Neubau des Jugendzentrums in Bad Arolsen hat das Land einen Zuschuss von 90 Prozent bewilligt. Foto: Armin Hass

Bad Arolsen – Für zwei Millionen Euro wird am Birkenweg in Bad Arolsen ein neues Jugendzentrum gebaut. Nach über 20 Jahren ist der Sanierungsbedarf so groß, dass nun mithilfe eines Landeszuschusses von 90 Prozent ein moderner und multifunktionaler und barrierefreier Treffpunkt entsteht.

Die Ausschüsse gaben am Dienstagabend ihre Zustimmung zu dem Projekt. Auch wenn aus dem Ausschuss für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung kritisiert wurde, dass dieses Gremium nicht beteiligt worden sei, so votierten die Stadtverordneten einstimmig für das Projekt.

Das im neuen Jugendzentrum geplant

Schließlich habe die Stadtverordnetenversammlung dem Vorhaben schon seine grundsätzliche Zustimmung gegeben, das Architekturbüro Müntinga und Puy habe ihr letztlich zugearbeitet, um die Fördermittel beantragen zu können.

Das entsprechende Förderprogramme „Soziale Integration im Quartier“ habe sich ebenso kurzfristig angeboten wie die Abstimmung mit dem Land erfolgen musste, sagte Bürgermeister Jürgen van der Horst. Leider ergebe sich dann auch wenig Spielraum für Änderungen. Dies sei auch von den Fraktionsvorsitzenden so aufgenommen worden, erklärte der Rathauschef. 

Mit Aufzug barrierefrei

Die Neubaupläne sehen ein modernes zweigeschossiges Gebäude mit kleinteiligen Räumen für verschiedene Nutzungen vor: Café, Spiele, Werken, Musik hören und Musizierproben sowie einen einen offenen Bereich für kleinere Veranstaltungsbereich im Erdgeschoss. Im Obergeschoss sind Räumlichkeiten für Seminare, Bürozwecke, Besprechungen, Medien, Video- und Fernsehvorführungen sowie den getrennten Aufenthalt von Jungen und Mädchen vorgesehen.

Das erste Geschoss wird über eine Treppe und einen Aufzug erschlossen. Ein langer Balkon mit Feuertreppe werden aus Brandschutzgründen angebaut. Zum Birkenweg und zur Lindenstraße sind Terrassen geplant, im Hof kann auch gegrillt werden.

Beginn in diesem Jahr

Mit dem Abbruch des Altbaus soll in diesem Jahr begonnen werden. Während der Bauphase wird der Betrieb des Jugendzentrums ins Berufsbildungswerk verlagert.

Gerd Frese (CDU) gab zu bedenken, dass der Probenraum für Rockbands in Richtung Lindenstraße zu Missstimmung in der benachbarten Seniorenwohnanlage führen werde. Er regte an, diesen Musikraum wie bisher im Keller unterzubringen.

Probenraum umstritten

Alternativen werde der Magistrat prüfen, sagte Bürgermeister Jürgen van der Horst zu. Er erklärte, dass die Pläne mit dem Team des Jugendzentrums abgestimmt seien.

„Wir schaffen mit einem Kellerraum neue Probleme“, warnte Norbert Schmidt, Fachbereich Bauen und Immobilien. So müssten der Aufzug zur Sicherung der Barrierefreiheit bis in den Keller verlängert, ein zweiter Rettungsweg und von außen eine Rampe angebaut werden.

Reicht der Kostenrahmen?

Das Neubauvorhaben wurde grundsätzlich positiv bewertet. „Die Zuschusshöhe ist phantastisch“, sagte Helga Schlattmann (FDP). Sie bezweifele aber, dass der Kostenrahmen ausreichen werde. „Welchen Spielraum haben wir, wenn es doch noch teuer wird?“

Bürgermeister van der Horst betonte, eine „Nachfinanzierung“ durch den Zuschussgeber werde es nicht geben.

Werde der Bau entgegen den Kalkulationen teurer, müsse die Stadt diesen Betrag aufbringen. Doch die Kosten seien so berechnet worden, dass genügend Spielraum bleibe.

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