Marmorstatuen sorgen auch nach Abschluss der Ausstellung noch für Gesprächsstoff

Außerirdische suchen neue Heimat

Bad Arolsen - Die beiden seltsam geformten Marmorstatuen auf der Wiese vor dem Marstall sind die beiden letzten verbliebenen Kunstwerke einer Ausstellung, die im vergangenen Jahr viele Gäste in die Stadt lockte. In der Stadt selber wurden auch kritische Stimmen laut. - Kunst muss ja nicht unbedingt jedem gefallen.

Aus Sicht der beiden Münchener Künstler Julia Venske und Gregor Spänle sind die Marmorstatuen Außerirdische, die überall auf der Welt landen, um uns Menschen zu begrüßen. Nun, nach Ende der Ausstellung, werden interessierte Sammler gesucht, die die Außerirdischen bei sich aufnehmen wollen.

Böse Zungen in der Stadt meinen nun, dass wohl niemand die Kunst haben wolle. Sonst wären die Kunstwerke schon längst verkauft und an ihren neuen Ort verfrachtet worden.

Tatsächlich sind die Künstler auf der Suche nach einem neuen Zuhause für die Außerirdischen, wie Museumsleiterin Dr. Birgit Kümmel auf WLZ-Anfrage versichert. So lange dürfe die Kunst vor dem Marstall bleiben. Schließlich sei der Transport der tonnenschweren Marmorstücke sehr teuer.

Sie rechne fest damit, dass die Kunstwerke noch in diesem Jahr abtransportiert würden. Das Projekt müsse abgeschlossen sein, bis der Frost im Boden stecke. Ausdrücklich versichert die Museumsleiterin, dass die Stadt nicht beabsichtige, die Kunstwerke zu erwerben. Dafür sei kein Geld im Haushalt vorhanden.

An den beiden Kunstwerken selbst will sie aber keine Kritik aufkommen lassen. Die Ausstellung habe große positive Resonanz erfahren und Kunst dürfe durchaus Anstöße zum Nachdenken geben.

Immerhin haben die beiden Künstler Venske und Spänle für die Ausstellung im vergangenen Jahr eine ganze Serie ihrer außerirdischen Figuren exklusiv für das Arolser Museum geschaffen. Die amorphen Gebilde schienen dabei in einen Dialog mit den Werken Rauchs und seiner Zeitgenossen getreten zu sein.

Durchaus denkbar, dass der künstlerische Dialog mit den heutigen Zeitgenossen nicht so einfach gelingen will. (es)

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