2,1 Millionen Euro für den Neubau eingeplant

Bad Arolsen bekommt ein  neues Jugendzentrum im Stadtzentrum 

Das Jugendzentrum Come In in Bad Arolsen. An gleicher Stelle soll ein neues Gebäude gebaut werden. Foto: Armin Haß

Bad Arolsen – Die Stadtverordnetenversammlung hat dem Neubau des Jugendzentrums Come In am Birkenweg in Bad Arolsen zugestimmt. Das Projekt wird zum größten Teil durch einen Landeszuschuss finanziert.

Knapp 2,1 Millionen Euro sind für das Bauvorhaben, über das die WLZ in der vorigen Woche berichtete, vorgesehen. Aus dem Förderprogramm „Soziale Integration im Quartier“ wird der Neubau zu 90 Prozent finanziert.

So schnell musste geplant werden

Mit dem Einzug des Jugendzentrums Come In in die ehemalige Diskothek sei vor gut 20 Jahren ein spannender Prozess begonnen worden, sagte Bürgermeister Jürgen van der Horst. Jugendarbeit in einer Kommune dieser Größe sei ungewöhnlich gewesen. sie sei aber dank des Teams um Friedhelm Schüttler gelungen. Nun gelte es, die baulichen Rahmenbedingungen zu verbessern.

Dafür kommt nach Einschätzung der Baufachleute nur der Neubau in Frage. Wegen der kurzen Frist für den Antrag an das Land Hessen habe die Stadt den Neubau innerhalb von vier Wochen konzipieren lassen müssen. Das Vorhaben sei mit Magistrat, den Fraktionen und dem Team des Jugendzentrums abgestimmt worden und erfülle alle gewünschten Funktionen, reagierte der Rathauschef auf Kritik, dass der Fachausschuss nicht gehört worden sei.

Keller viel zu teuer

Die Experten befassten sich mit der Anregung aus dem Ausschuss, den Musikraum statt im Erdgeschoss im Keller einzurichten. Damit sollte die Lärmbelästigung der Nachbarn bei Proben von Bands vermieden werden.

Bürgermeister van der Horst entgegnete jedoch, dass der Raum mit 25 Quadratmetern groß genug und so geplant sei, dass im Umfeld keine Störimpulse aufträten. Der bestehende Kellerraum könne wegen der unterschiedlichen Maße des Neubaus nicht genutzt werden. Eine bisher nicht geplante Unterkellerung würde das Projekt um 245 000 Euro verteuern. So müssten zwei Rettungswege gebaut und der Raum barrierefrei erschlossen werden.

Hilfe für Jugendliche

„Wir beschließen etwas Großartiges“, freute sich Eberhard Eckhardt (SPD). Die vor Jahren kommunalpolitisch umstrittene Jugendarbeit in der ehemaligen Diskothek sei sozialpolitisch wichtig. Mancher Jugendliche sei vor dem Absturz bewahrt worden.

Fraktionskollege Ludger Brinkmann dankte für die kurzfristige Vorbereitung des Neubau-Projektes.

Teure Sanierung

Nach Schätzungen des Fachbereichs Stadtentwicklung, Bauen und Immobilien würde eine umfassende Sanierung des Altbaus eine bis 1,45 Million Euro kosten. Da bot sich im Frühjahr das  Förderprogramm des Landes Hessen zur Finanzierung eines neuen Jugendzentrums an.

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