Verkehrskonzept zum Bebauungsplan

Kritische Fragen: Brauerei-Planung in Bad Arolsen dreht sich um Parkplätze

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Parkplatzsituation rund ums Hofbrauhaus: Am Schlossteich-Weg (rechts) sollen nach dem Willen der Stadtverwaltung weitere 30 öffentliche Parkplätze entstehen.

Im Bebauungsplanverfahren zum Neubau der Bad Arolser Brauerei an der Violinenstraße ging es am Donnerstagabend ausschließlich um die Verkehrsführung.

Für den Zulieferverkehr mit einer begrenzten Zahl von Lastwagen soll, wie berichtet, ein Einbahn-Kreisverkehr über Mannelstraße, Helisosteig, Violinenstraße, Pyrmonter Straße und zurück auf die Mannelstraße vorgeschrieben werden. Dazu muss allerdings ein kurzes Stücke Einbahnstraße im Bereich der Mannelstraße aufgehoben werden. Um diese Engstelle befahrbar zu machen, müssen einige Parkplätze wegfallen. Das wird allerdings nicht über den Bebauungsplan geregelt, sondern über eine ordnungspolizeiliche Anordnung.

Bad Arolsen: Diskussion um Parkplätze

Schwieriger ist es hingegen, einen Ausgleich für die neun wegfallenden Parkplätze zu finden. Und so dreht sich die Diskussion im Ausschuss überwiegend um Parkplätze. Schließlich wollen auch die rund 30 Mitarbeiter von Brauerei und Gaststätte irgendwo parken. 

Vor allem aber für die hoffentlich vielen Gäste des Hotels und der Brauerei-Gaststätte muss Parkraum ausgewiesen werden. Ausreichend Platz für die Mitarbeiter müsste eigentlich auf dem Grundstück an der Mannelstraße vorhanden sein. Weitere Parkflächen sollen auf einer Teilfläche des Grundstücks entstehen, auf dem heute noch das alte Produktionsgebäude steht und das abgerissen werden soll.

Knackpunkte der Parkplatzplanung

Darüber hinaus sollen im Zuge des Bebauungsplanverfahrens weitere 30 öffentliche Parkplätze entlang des Weges zum Fischhaus ausgewiesen werden. Offiziell werden diese Parkflächen von der Stadt als Wanderparkplatz bezeichnet.

Und genau an diesem Punkt setzte die Kritik der Grünen an. Wenn man schon durch die schöne Natur wandern wolle, dann müsse man nicht unbedingt bis zum Ausgangspunkt mit dem Auto fahren, sondern könne auch ein paar Meter entfernt, etwa auf dem leeren Kasernenparkplatz am Belgischen Platz parken, argumentierten Werner Stibbe und Annegret Böhringer. In Zeiten der Umweltbewegung müsse man nicht unbedingt davon ausgehen, dass für jeden Gast ein Parkplatz vorzuhalten sei.

Parkplätze seien Randproblem

Aus Sicht der SPD erklärte Ludger Brinkmann, dass die Parkplätze in den 139 Seiten Vorlage zum Bebauungsplan nur ein Randproblem darstellten. Er erkenne in dem Plan als Ganzes ein gutes Konzept.

Ähnlich äußerte sich auch Elmar Kottenstede von der Fraktion der Freien Wähler/Offene Liste: Alle Details seien in der Stellplatzsatzung festgeschrieben.

„Wir von der CDU stimmen dafür, auch öffentliche Parkplätze zu schaffen. Im Übrigen sei es gut, dass hier eine Industriebrache verhindert werde und die Zahl der Hotelbetten verdoppelt werde.

Schließlich beeilte sich auch Grünen-Sprecher Werner Stibbe festzustellen, dass auch die grünen das Projekt unterstützen: „Wir werden es bestimmt nicht an der Parkplatzfrage scheitern lassen.

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