Bad Arolsen Company

Schon 20 Jahre lang prägt das BAC-Theater das kulturelle Image

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 Höhepunkt der 20-Jahr-Feier des BAC-Theaters war das Gastspiel der fabelhaften  der A Capella-Gruppe "Medlz" aus Dresden.

Viel Musik und viel Lob für das kulturelle Engagement der Bad Arolsen Company bestimmten die 20-Jahr-Feier im BAC-Theater für Mitglieder und geladene Gäste. Höhepunkt war das Gastspiel der fabelhaften „Medlz“, der A Capella-Gruppe aus Dresden.

Bad Arolsen – Als Kleinkunstbühne in einem ehemaligen Fabrikgebäude besitze das 2008 mit dem Kulturpreis des Landkreises ausgezeichnete BAC-Theater ein Alleinstellungsmerkmal in Nordhessen, sagte der Vorsitzende Jochen Kentel. Ein breites Publikum werde durch eigene Theaterproduktionen, Lesungen , Konzerte, Ausstellungen, Filmangebote und Theater für Schulen sowie das eigene Kino-Programm angelockt. Besucher aus Waldeck--Frankenberg, dem Kasseler Land und Nordrhein-Westfalen zählten zum Publikum.

Das BAC-Theater sei zu einem sozialen Treffpunkt geworden. Und vor 18 Jahren bekam Kentel selbst als Neubürger durch einen Aufruf des BAC-Chefs Jens Guske in der WLZ zur Beteiligung an der Jedermann-Produktion vor dem Schloss Zugang zu der Theatertruppe.

Schon  etabliert in Nordhessen

„Wir sind anders als andere. Das macht uns so besonders“, sagte Kentel und hob bei in seinen Dankesworten für die engagierten „Macher“ in Regie, Technik oder Bühnenbau besonders den vor zwei Jahren verstorbenen Carl Farin hervor, der wertvolle Impulse für die BAC gab. Das Ganze sei durch Fördermitglieder, Sponsoren, Spenden der Banken sowie durch die Unerstützung aus Stadt un Landkreis möglich.

„Was wäre das reichhaltige Kulturleben in Bad Arolsen ohne die Bad Arolsen Company?“, fragte Bürgermeister Jürgen van der Horst. „Es tut gut, mal was Neues geboten zu bekommen“, sagte er zu dem Angebot an komödiantischen, gesellschaftskritischen und poppigen Beiträgen. Die BAC sei längst zu einem etablierten Kulturträger im Landkreis geworden, der das Image der Stadt fördere. Die Eigeninitiative gebe der Kommune eine Menge. Dabei räumte der Rathauschef ein, dass die Stadt „keine überbordende Unterstützung“ gewähre.

Eigentümer Andreas Blume sang zum Jubiläum ein aufmunterndes Lied von Wolf Biermann.

BAC-Gründer Jens Guske äußerte sich stolz, dass aus dem Theater ein „Kleinkunstparadies“ geworden sei. Ein Ort, an dem sich die Besucher wohlfühlen.

Bis zum Hessentag 2003 endlich die ehemalige Möbelfabrik mit dem Jugendstück „Herr der Fliegen“ als Spielstätte eröffnet wurde, gastierten die Theaterspieler im Bürgerhaus, in der Kaserne, im Jugendzentrum, im Bathildisheim, im und vor dem Schloss.

„Es darf keinen BAC-xit geben, wir wollen nicht aufhören“, rief Guske weitere junge Interessierte zum Mitmachen in der BAC auf.

Die "Medlz", A Capella-Gruppe aus Dresden. Von links: Joyce-Linn Lella , Nelly Palmowske, Sabine Kaufmann und Silvana Mehnert. Foto: Armin Haß

„Das ist der beste Platz, wo man so schön weinen und lachen kann“, bekannte der Eigentümer der ehemaligen Fabrik, Andreas Blume. Er griff selbst in die Saiten seiner Gitarre und bestärkte die BAC-Akteure mit dem Lied „Ermutigung“ von Wolf Biermann in ihrem Engagement.

Poppiger „Medlz“-Abend zum Geburtstag im BAC-Theater

Zur 20-Jahr-Feier gönnte sich die Bad Arolsen Company selbst kulturellen Genuss mit der peppigen A Capella--Gruppe „Medlz“ aus Dresden. Das quirlige Quartett setzte mit Poesie, heiteren und melancholischen Liedern, Klassikern aus Klassik, Romantik und Pop sowie weitgehend unbekannten Stücken ein „Highlight“ im Jubiläumsprogramm des BAC-Theaters. 

Das Programm „Heimspiel“ bewies zwischen dem Intro mit „Freude schöner Götterfunken“ und dem Abschiedslied „Der Mond ist aufgegangen“, wie reichhaltig, ausdrucksstark und wohlklingend deutsche Sprache ist. Selbst geschriebene Lieder und Erfolgsstücke bekannter Künstler aus Deutschland mischten die Vier mit viel Gefühl für die Vorlagen und Humor zu einem mitreißend wie informativ moderierten Potpourri. Gesangliche Spitzenleistungen boten Sabine Kaufmann, Joyce-Linn Lella, Silvana Mehnert und Nelly Palmowske, die zu einem Teil aus der gründlichen Ausbildung im Philharmonischen Kinderchor in Dresden herrühren. 

Verblüffend passgenau covern die „Medlz“ Erfolgstitel von deutschsprachigen Musikern zu Melodien von ebenso erfolgreichen Kollegen: So rauschte der „Sonderzug aus Pankow“ von Udo Lindenberg mit dem Text von „Männer sind Schweine“ von den „Ärzten“ durch das BAC-Theater. Der überwiegende Teil der Gruppe musiziert seit 20 Jahren zusammen, 2005 gaben sich die Mädels den jetzigen Namen. Am 8. Dezember sind sie zum Weihnachtskonzert in Willingen zu hören. Sängerin Joyce-Linn Lella steigt im Frühjahr aus, und zum Konzert am 2. Mai in Wolfhagen wird Nadja Nenaissa von den „No Angels“ die Gruppe mit souliger Stimme vervollständigen.

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