Drei langjährig Engagierte stellvertretend für viele andere ausgezeichnet

Feierstunde im Arolser Bürgerhaus: Ehrenamt nicht überfordern

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Drei langjährig ehrenamtlich engagierte in Bad Arolsen ausgezeichnet. Das Bild zeigt in der Mitte Gudrun Engelhard, Karl-Ludwig Gröticke und Timo Schulze mit ihren Laudatoren Dr. Norbert Wirtz, Maren Hildebrand und Marianne Finke, umrahmt von Vertretern der Stadt und des CDU-Stadtverbands. Links im Bild Festredner Pfarrer Uwe Jahnke und Bürgermeister Jürgen van der Horst. 

 Bei einer Feierstunde im Foyer des Bad Arolser Bürgerhauses hat der CDU-Stadtverband drei besonders engagierte Bürger beispielhaft für alle ehrenamtlich Tätigen in der Stadt ausgezeichnet.

Als äußeres Zeichen des Dankes gab es für die drei neben einer Urkunde die Ehrenamtskarte des Landes.

Die Auszeichnung zum Tag des Ehrenamtes sei als besonderer Ausdruck der Wertschätzung gedacht, bekräftigte Stadtverbandsvorsitzende Vanessa Becker.

CDU-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Armin Schwarz verwies auf das vor wenigen Tagen von Ministerin Julia Klöckner vorgestellte Bundesprogramm „Hauptamt stärkt Ehrenamt“. Dafür sei der Landkreis Waldeck-Frankenberg ausgewählt worden.

Mit den Fördergeldern könnten auch im Landkreis ehrenamtliche Strukturen gefestigt werden, die letztlich dazu beitrügen, die Lebensqualität in der Region weiter zu verbessern.

Ohne die vielen  Ehrenämtler wären die Städte und Gemeidnen ärmer

Bürgermeister Jürgen van der Horst stellte dazu fest: „Ohne die Ehrenämtler würden viele Räder stillstehen.“ Das müsse auch die Politik erkennen und den ehrenamtlich Tätigen zuhören und auf deren Vorschläge eingehen.

Die Festrede hielt der Mengeringhäuser Pfarrer Uwe Jahnke, der auf die rund 80 ehrenamtlichen Helfer verwies, die alleine in seiner Kirchengemeinde viele wichtige Aufgaben übernähmen, die das Zusammenleben in der Gemeinschaft schöner und angenehmer mache.

Allerdings mahnte Jahnke, die Ehrenämtler überall da einzusetzen, wo die amtlichen stellen Geld einsparen wollten. Dann könnten die ehrenamtlichen schnell überfordert werden. Manchmal habe er den Eindruck, das sei bei den Schwimmbadvereinen der Fall.

Kritisch ging Jahnke mit denen ins Gericht, die sich über den unentgeltlichen Einsatz der Ehrenamtler lustig machten und sich darin gefielen, nur rumzumäkeln ohne selber jemals etwas Besseres auf die Beine zu stellen. Auch damit müssten Ehrenämtler leider fertig werden. 

Stille Helden der Gesellschaft

Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet wurde  der Helser Timo Schulze. Obwohl erst 28 Jahre alt ist er seit seinem neunten Lebensjahr im Helser Heimatmuseum aktiv., dessen Leitung er 2018 übernommen hat. Er füllt bei der Helser Schützengesellschaft viele Funktionsstellen aus, ist aktiver Feuerwehrmann und Vorsitzender im IHK-Prüfungsausschuss für Maschinen- und Anlagenführer.

25 Jahre Kinder- und Jugendbücherei geleitet

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Gudrun Engelhard. Die gebürtige Mengeringhäuserin war Lehrerin in Köln und hat 1994 nach ihrer Rückkehr in ihre Heimat die Leitung der evangelischen Kinder- und Jugendbücherei übernommen. Außerdem ist sie im Waldeckischen Geschichtsverein als Schriftführerin aktiv, ebenso packt sie im Förderverein des Walmebads tatkräftig mit an sowie im Heimat- und Museumsverein. 

80 Kilometer Wanderwege ausgezeichnet

Schließlich wurde der Schmillinghäuser Karl-Ludwig Gröticke gewürdigt, der seit vielen Jahrzehnten im Sportverein, in der Schützengesellschaft, im Männergesangsverein, im Sängerbezirk Rhoden, als Präsident der Wanderfreunde, als Mitglied im Ortsbeirat sowie seit fast 50 Jahren bei der Feuerwehr so unendlich viel für seinen Heimatort geleistet hat.

Stadtverordnetenvorsteher Marko Lambion schwärmte von einer Kultur des menschlichen Miteinanders, die all die vielen Ehrenämtler auf vorbildliche Weise vorlebten: „Sie sind die stillen Helden der Gesellschaft.“ Den musikalischen Rahmen der Festveranstaltung gestalteten Musiker der BARock-AG in unterschiedlichen Besetzungen.

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