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Bad Arolsen: Mahnwache und ein Vaterunser für die Menschen in der Ukraine

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Von: Elmar Schulten

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Männer und Frauen stehen im Dämmerlicht vor dem Rathaus. Viele halten Kerzen. Alle tragen FFP2-Masken und blicken in Richtung Bürgerhaus, wo Ansprachen gehalten und Gebete gesprochen werden.
Mahnwache vor dem Arolser Bürgerhaus gegen den russischen Angriff auf die Ukraine. © Elmar Schulten

Rund 150 Männer und Frauen, darunter auch mehrere aus der Ukraine stammenden Arolser, haben sich am Freitagabend mit Kerzen und FFP2-Masken zu einer Mahnwache vor dem Bürgerhaus versammelt.

Bad Arolsen - Die katholische und die evangelische Kirchengemeinde hatten nach dem russischen Überfall auf die Ukraine gemeinsam zu dieser Solidaritätsaktion für die Menschen in der Ukraine aufgerufen. In ökumenischer Gemeinschaft zitierten der katholische Pfarrer Peter Heuel und seine evangelischen Amtskollegen Uwe Hoos-Vermeil und Christian Rehkate Appelle von Bischöfin Beate Hofmann und verwiesen auf das nationale Selbstbestimmungsrecht des ukrainischen Volkes.

Männer und Frauen stehen im Dämmerlicht vor dem Bürgerhaus. Eine Mikrofonanlage ist aufgebaut.
Mahnwache vor dem Arolser Bürgerhaus gegen den russischen Angriff auf die Ukraine: Bezirkskantor Jan Knobbe (links) stimmt John Lennnons „Give Peace a Chance“ an. © Elmar Schulten

Zwischen den Redebeiträgen stimmte Bezirkskantor den Refrain von John Lennons Friedenshymne „Give Peace a Chance“ an und alle stimmten mit ein. Nach dem gemeinsam gesprochenen Vaterunser ergriff Bad Arolsens Erster Stadtrat Udo Jost das Wort, der ebenso wie Stadtverordnetenvorsteher Marko Lambion an der Mahnwache teilnahm. Jost erklärte: „Der von Russland begonnene Angriffskrieg gebietet, dass wir nicht gemütlich im Fernsehsessel sitzen, sondern, dass wir Flagge zeigen.“

Frieden mühsam erarbeitet

Ihn persönlich erinnere Putins Erklärung für den Angriff an den Grund, den die Nazi-Propaganda am 1. September 1939 für den Angriff auf Polen und den Beginn des Zweiten Weltkriegs vorgeschoben habe. Jost appellierte auch an die Jugend zu erkennen, dass Frieden kein Zustand sei, der einem auf die Füße falle, sondern durch mutiges und entschiedenes Handeln erstritten und erhalten werden müssen

Bei der anschließenden Sammlung für die Opfer des Krieges kamen 270 Euro zusammen, die von den Veranstaltern an die „Nothilfe Ukraine“ der „Aktion Deutschland hilft“ weitergeleitet werden. (Elmar Schulten)

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