Weihnachtskonzerte der Christian-Rauch-Schule in der Stadtkirche

CRS-Weihnachtskonzerte: Zum Abschied alle Register gezogen

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Blech- und Holzbläser vereint: Die Big Band der Christian-Rauch-Schule unter Leitung von Werner Sostmann.

Mit ihren Weihnachtskonzerten in der Stadtkirche haben die Gymnasiasten und ihrer Musiklehrer erneut den Höhepunkt des Musikjahres in der Kulturhauptstadt Waldecks markiert.

So fulminant wie in diesem Jahr ging es indes selten zu. Kein Wunder, wird doch der Initiator der Konzerte, Maestro Rainer W. Böttcher, zum Jahresende in den Ruhestand verabschiedet.

Auch sein langjähriger Kollege und Bigband-Chef Werner Sostmann legte mit seiner swingenden Combo den letzten Auftritt in großem Rahmen hin.

Es bestand Anbaubedarf

So kam es, dass in der zweiten Konzerthälfte noch Anbaubedarf bestand: sage und schreibe 45 Ehemalige, die Ältesten vom Abi-Jahrgang 1982, gesellten sich allein zum Chor hinzu, um den scheidenden Pädagogen ihre Reverenz zu erweisen.

Volle Konzentration: Die jungen Musikerinnen der Orchesterklasse 7.

Zehn Ehemalige verstärken Jugendsinfonieorchester

Weitere zehn Ehemalige verstärkten das Jugendsinfonieorchester, so dass zu Puccinis Messa di Gloria und Mendelssohns Vom Himmel hoch Chorraum, Emporen und Seitengänge von Sängern und Musikanten schier überquollen. Nahezu drei Stunden zuvor hatte das Konzert deutlich ruhiger begonnen. In langjähriger Tradition stellten die Orchesterklassen und das Jugendorchester, das Blechbläserensemble und der Unterstufenchor ihre Fortschritte in der mit Angehörigen brechend voll besetzten Kirche vor.

Neben den Musiklehrern sowie Schulleiter Markus Wagener übernahmen mehrere Oberstufenschüler und Ehemalige das Dirigat. Bepackt mit Celli, Geigen, Posaunen und Fagott, die über die Emporentreppen hinunter- und wieder hochgeschleppt werden mussten, vermittelten die Jugendlichen nebenbei einen Eindruck davon, was die Musikschüler tagein, tagaus bei ihren Probestunden auf sich nehmen.

Der Chor der Christian-Rauch-Schule Bad Arolsen, verstärkt durch Ehemalige, beim Weihnachtskonzert in der Stadtkirche.

Von klassisch bis ganz cool

Das Ergebnis jahrelangen Übens war nach der Pause zu hören. Zu den zahlreich vertretenen Weihnachtsliedern und Medleys steuerte die Bigband eine coole Charlie-Brown-Christmas bei. Steffen Hauses Kammerchor träumte von der White Christmas, der große Chor präsentierte „A Hanukkah Wish“, bevor das Orchester jeden freien Zentimeter belegte.

Mit Maria Müller-Muth, Lisa-Maria Schelberg und Rainer Böttcher, die abwechselnd dirigierten, und diversen Solistinnen rissen klassische Sonaten und donnernde Medleys wie Andersons Christmas Festival immer wieder zu stürmischem Beifall hin. Einen Extra-Applaus für alle Musiklehrer, Helfer und Unterstützer hatte bereits das Moderatoren-Duo Alexa Gumprich und Eric Flamme herausgekitzelt.

Blech- und Holzbläser vereint: Die Big Band der Christian-Rauch-Schule unter Leitung von Werner Sostmann.

Beifall mündet in Begeisterung

Der Beifall war noch steigerungsfähig und mündete in der Begeisterung, mit der die gemeinsamen Lieder „Herbei, o ihr Gläubigen“ und das abschließend donnernde „O du fröhliche“ gefeiert wurden, das Rainer Böttcher vor Jahren eigens für seine Musici gesetzt hatte.

Ein bewegtes „Danke, Danke, Danke an alle“, die das musikalische Großereignis mit ermöglicht hatten, richtete der sichtlich bewegte Dirigent Rainer W. Böttcher an seine Schüler und Wegbegleiter.

Generationen von Schülern begeistert

Die Überraschung war gelungen, als Schulleiter Markus Wagener nach dem Auftritt der Big-Band das Wort ergriff, um den langjährigen Band-Leader Werner Sostmann und dessen Kollegen Rainer W. Böttcher mit Ehrentiteln zu würdigen und zu verabschieden. Für beide Lehrer, die das Musikleben an der Christian-Rauch-Schule über mehr als drei Jahrzehnte geprägt haben, war das Konzert am Montagabend in der Stadtkirche das letzte CRS-Weihnachtskonzert. 

Das letzte CRS-Weihnachtskonzert von und mit Rainer Böttcher und Werner Sostmann wurde in der voll besetzten Stadtkirche gebührend gefeiert.

"Zeugen eines historischen Ereignisses"

„Wir sind alle Zeugen eines historischen Ereignisses“, kommentierte Wagener. Unter dem Applaus von 300 Eltern und Schülern rief er den Musiklehrern zu: „Danke für die Begeisterung, die ihr uns allen mitgegeben habt, Danke für die vielen schönen Reisen, Danke für das Arolser Klangwunder!“ 

Äußerlich seien die beiden so unterschiedlich, wie zwei Lehrer nur sein könnten. Gemeinsam sei beiden aber die Begeisterungsfähigkeit für die Musik. Immerhin hätten die beiden es geschafft, Generationen von CRS-Schülern für die Musik zu begeistern. Das bleibe bestehen.

Von Sandra Simshäuser und Elmar Schulten 

Bildergalerie vom Weihnachtskonzert der CRS Bad Arolsen

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