Pfiffige Lösungen vorgestellt

Bad Arolser Aktionstag zur Elektromobilität: Mit Sonnenstrom im Auto mobil

Zwei Männer vor einem Elektroauto im Mini-Format.
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Sie setzen auf Elektromobilität und leisten ihren Beitrag, um die Energiewende voranzutreiben: Der Elektroingenieur Holger Laudeley (links) und der Bad Arolser Mediziner Dr. Ecke Tammen.

Beim zweiten Aktionstag zur Elektromobilität präsentierten am Sonnabend mehrere Autohäuser, ein Fahrradhändler ein Elektroinstallateur und der örtliche Energieversorger ihre Antworten auf die aktuelle Diskussion zur Energiewende.

Bad Arolsen - Einlader und Organisator war zum zweiten Mal der Mediziner Dr. Ecke Tammen, der sich ohne eigene finanzielle Interessen einfach nur als Vorreiter der Elektromobilität versteht und der andere überzeugen und mitreißen möchte.

Nicht ohne Stolz erklärte Dr. Tammen: „Für mich muss kein Öltanker mehr die Luft und die Weltmeere verschmutzen, um mich mit Energie zu versorgen.“ Mit seinen Photovoltaikanlagen auf dem eigenen Dach und seiner batteriebasierten, unabhängigen Stromversorgung (USV) sei er jetzt Selbstversorger in Sachen Energie.

Laudeley spricht von „Revolution der Energieversorgung“

Mit seinem eigenen Strom betreibt Dr. Tammen sowohl die Heiztechnik im eigenen Haus als auch die Antriebstechnik in seinem Auto als auch im Auto seiner Frau. Außerdem bleibe noch genug Strom übrig, um die Nachbarschaft zu versorgen. Zur Bekräftigung seines e-mobilen Sendungsbewusstseins trug Dr. Tammen ein rotes T-Shirt mit der Aufschrift: „Bei mir kommt der Sprit vom Dach.“

Wissenschaftliche Rückendeckung für sein uneingeschränktes Ja zur Energiewende lieferte der bundesweit bekannte Elektroingenieur Holger Laudeley, der seit 28 Jahren mit E-Autos unterwegs ist. Er glaubt fest an die kurz bevorstehende „Revolution der Energieversorgung“.

Auf YouTube mit vielen Filmbeiträgen präsent

Jeder könne auch mit kleinen Photovoltaikanlagen einen Beitrag zur Energiewende leisten. Seine Firma vertreibt sogar Kleinstanlagen, die auf jedem Balkon montiert und einfach mit Schukostecker Strom zur Eigenverwendung ins heimische Netz einspeisen könne. Mit seinen Klagen gegen Stromversorger habe er diese Technik aus der Grauzone herausgeholt, so Holger Laudeley.

In über 900 YouTube-Filmen und mehreren Kinofilmen erklärt der aktuell für den Werner-Bonhoff-Preis nominierte Laudeley, wie seiner Meinung nach die Energiewende gelingen kann und wie sich schon bald Mobilität mit Elektrofahrzeugen durchsetzen werde.

Großes Interesse beim Aktionstag

Ein wichtiger Punkt sei dabei das Recycling der benötigten Lithium-Batterien. Sobald die Kreislaufwirtschaft in diesem Bereich großindustriell funktioniere, sei auch die letzte große Hürde auf dem Weg zur Elektromobiltät genommen.

Dr. Ecke Tammen zeigte sich als Organisator des Aktionstages zufrieden mit dem Verlauf. Das Interesse sei riesengroß. Corona-Auflagen hätten leider den geplanten Vortrag von Holger Laudeley vor größerem Publikum unmöglich gemacht.

Noch viele dicke Bretter bohren

Dr. Tammen will jedoch am Ball bleiben und plant auch im kommenden Jahr am letzten Wochenende im August wieder einen Aktionstag auszurichten: „Wir müssen viele dicke Bretter bohren, um noch mehr Menschen für diese Art der Energienutzung zu gewinnen. Der Austausch bei solchen Veranstaltungen ist wichtig, damit es vorangeht.

Holger Laudeley ist überzeugt: „Jetzt kommt die Sache ins Rollen. Die nächsten 10, 15 Jahre werden heftig.“ (Elmar Schulten)

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