Kleiderkammer im Pfarrheim schließt - Neuer Findling-Laden füllt die Lücke

Bad Arolser Caritas-Frauen haben Ära geprägt

 Frauen  stehen in großem Abstand vor dem Altar der katholischen Kirche in Bad Arolsen. Hinter dem Altar steht der Pfarrer.
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Ehrungen und Abschied bei der katholischen Caritas: Nach dem Sonntagsgottesdienst wurden langjährige ehrenamtliche Mitarbeiterinnen der Caritas-Konferenz gewürdigt. Während des Gottesdienstes wurden durchweg Mund-Nasen-Masken getragen. Diese wurden nur wenige Momente für dieses Foto abgenommen.

Die Caritas-Konferenz hat im Anschluss an den Sonntagsgottesdienst in der katholischen Kirche mehrere seit Jahrzehnten in den verschiedenen Projekten der Caritas engagierte Frauen gewürdigt und verabschiedet.

Bad Arolsen - So wurde das Team der Kleiderkammer mit Tanja Schwabauer, Britta Ranft, Maria Avagyan, Helga Milic und der langjährigen Leiterin Bärbel Schäfer mit kleinen Präsenten verabschiedet, weil die Kleiderkammer nun nach 30 Jahren im Pfarrheim an der Großen Allee schließt.

Die Aufgaben der Kleiderkammer übernimmt der neue Findling-Laden, der am ersten Advent-Wochenende in der Helenenstraße öffnet. Hier wie da werden gebrauchte, aber noch gut erhaltene Kleidungsstücke als Spenden angenommen und für wenig Geld weiterverkauft. Bedürftige erhalten die Kleiderspenden fast kostenlos.

Musterbesispiele der Integration erlebt

Caritas-Sprecherin Leonie Jedicke schilderte die Bedeutung Kleiderkammer in ihrer kurzen Würdigung so: „Eine Ära geht zu Ende. Über 30 Jahre kamen Menschen ins Pfarrheim und bekamen dort Second-Hand-Kleidung und -wäsche manchmal für fast nichts. Und was vielleicht noch wichtiger war: Sie bekamen Aufmerksamkeit, ein gutes Wort, sie wurden gekannt.“

Zu den vielen schönen Geschichten, die sich um die Kleiderkammer ranken gehöre auch die der afghanischen und albanischen Flüchtlinge, denen geholfen wurde und die selber mithalfen. Jedicke: „Musterbeispiele von Integration, lange bevor Angela Merkel die Devise ausgab: Wir schaffen das.“

Gebrauchte Textilien gibt es künftig im Findling-Laden

Gewürdigt wurde auch die Arbeit von Eva-Maria Frese, die als langjährige Helferin in der aufsuchenden Seelsorge Menschen beuchte, das Gespräch suchte zuhörte und Sorgen teilte. Gertraud Löffler wurde aus dem Kreis der Rockzipfel-Frauen verabschiedet, die sich um Kleinkinder kümmerte, um deren Mütter zu entlasten.

Zusammenfassend stellte Leonie Jedicke fest: „Es verändert sich vieles in der Kirche, nicht erst seit Corona. Die Veränderungen sind auch in Arolsen zu spüren.“ Hoffnungsvoll stimme, dass auch Neues entstehe, wie eben auch der Findling-Laden mit dem Fair-Kauf-Laden in der Helenenstraße.

Wer den Findling-Laden der Caritas unterstützen möchte, kann sich unter Tel. 05691/5009092 melden oder per Mail: findling.fair.kauf.laden@gmail.com (Elmar Schulten)

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