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Bad Arolser Lions fördern Landauer Flüchtlingshilfe

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Von: Elmar Schulten

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Eine Gruppe von Männern und Frauen stehen vor einem Haus, in dem Wohnungen für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine geschaffen wurde.
Lionsspende für die Landauer Ukraine-Hilfe in einem Haus in der Mittelstraße: Von links Björn Meywald, Bernd Radeck und Guido Thoma vom Lions-Club Bad Arolsen Christian Daniel Rauch, Mareike Alsfasser, Martina Hasenschar, Johannes Kirr und Jutta Binder als Vertreter des Landauer Hilfsprojektes. © Elmar Schulten

Der Lions-Club Christian-Daniel-Rauch unterstützt den vorbildlichen Einsatz der Landauer Bürger bei der Aufnahme von über 60 Ukraine-Flüchtlingen mit 3000 Euro. Das Geld wurde in Form von Einkaufsgutscheinen unmittelbar an die Bedürftigen weitergereicht.

Bad Arolsen-Landau -Als Ende Februar, Anfang März die ersten Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine nach Bad Arolsen kamen, hat der Hotelkaufmann Alexander Fitz das leer stehende Personalhaus seines Hotels Brunnenhaus Schloss Landau für die Unterbringung der Neuankömmlinge zur Verfügung gestellt, wie Jutta Binder berichtet.

Innerhalb von nur vier Tagen schafften es fleißige Landauer Helfer, das Gebäude zu reinigen und für die Aufnahme von 22 Frauen und Kinder zu möblieren. Bald darauf wurde eine zweites leer stehendes Gebäude in Landau mit 33 Flüchtlingen belegt. Weitere Flüchtlinge sind in Privathäusern bei Familien untergebracht.

Sprachunterricht organisiert

Drei Frauen sind inzwischen wieder zu ihren Männern in die Ukraine zurückgekehrt. Aktuell wohnen in Landau aber 63 Flüchtlinge, die von den Landauern nach Kräften unterstützt werden.

Die größeren Kinder besuchen die Schulen in Arolsen, erhalten dort Deutschunterricht und verfolgen stundenweise Online-Unterricht ukrainischer Lehrer. Sogar eine zweisprachige VHS-Lehrerin konnte gefunden werden, die in Landau Deutschunterricht anbietet.

In Gedanken bei den Männern in der Heimat

Um die Hilfe zu finanzieren, hat der Landauer Verein für Jung und Alt ein Spendenkonto eingerichtet (DE96 5235 0005 0000 1418 12), aber auch die Spenden Dritter, wie in diesem Fall des Lions-Clubs Bad Arolsen sind mehr als willkommen.

„Die Frauen und Kinder aus der Ukraine sind sehr dankbar für die Hilfe und Freundlichkeit, mit der sie hier empfangen werden“, fasst Jutta Binder ihre Beobachtungen zusammen: „Die Frauen sind natürlich in Gedanken noch bei ihren Männern, die in der Heimat zurückbleiben mussten. Ich habe aber in eine Menge dankbarer Gesichter geblickt, als wir die Spenden weitergeben konnten.“

Langer Atem wird benötigt

Im Namen des Lions-Clubs würdigten der amtierende Präsident Guido Thoma, Clubsekretär Björn Meywald und Vorstandsmitglied Bernd Radeck den Einsatz der vielen engagierten Landauer Familien.

Die Lions wollen auch künftig Geld sammeln, um Hilfsprojekte für Ukraine-Flüchtlinge in der Region Nordwaldeck zu unterstützen. Alle waren sich einig, dass für die Hilfe ein langer Atem benötigt werde. (Elmar Schulten)

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