Meisterschafen am Tegernsee

Bad Arolser Luftschiff-Pilot unter den vier Weltbesten

Über den Wipfeln: Das Luftschiff des Bad Arolsers Andreas Pohl bei der WM am Tegernsee. Fotos: Christian Clewing

Bad Arolsen/Tegernsee. Es hat doch noch geklappt: Wie erhofft und prognostiziert kam nach dem nächtlichen und morgendlichen Schneefall ein Wetterfenster, das den vierten Start und die fünfte Aufgabe bei der Luftschiff-Weltmeisterschaft am Tegernsee möglich machte.

„Cross Country“ lautete die beim morgendlichen Briefing verkündete Aufgabe. Dabei mussten drei Wendepunkte angefahren und zwei Marker an Zielkreuzen abgeworfen werden. Zudem mussten alle Piloten die Zeit für die Aufgabe vorhersagen - auch für das exakte Einhalten dieser Vorgabe gibt es Punkte.

Wie hat sich Arolser Crew geschlagen?

 „Das haben wir bis auf zehn Sekunden exakt geschafft“, freute sich „WarsteinAIR“-Pilot Andreas Pohl, der nach 48:20 Minuten das Luftschiff über die Ziellinie lenkte. Auch beim Markern lief es für das Team des „Warsteiner Happy Ballooning“ gut.

Dass der vierte Flug die Rangliste der 10. Weltmeisterschaft nochmal verändern würde, war spätestens klar, als der Pole Wojciech Bamberski, bislang Drittplatzierter, als letzter in die Luft gehen wollte, aufgrund des stärker gewordenen Winds aber seinen Flug unmittelbar nach dem Start abbrach.

Das war spannend!

Die Konsequenz waren nur 100 Punkte, maximal waren bei der fünften Wertungsaufgabe 2200 Punkte zu erreichen. 1509 Punkte standen am Ende von Wettbewerb 5 auf der Abrechnung von Pilot Andreas Pohl, damit erreichte er hinter dem derzeit Erstplatzierten Andreas Merk (1950 Punkte) Rang 2 im letzten Wettbewerbsflug. 

In der Endabrechnung schob sich das „WarsteinAIR“-Team damit auf Platz 4 vor. Ihm folgte der Pole Bamberski Auf Platz zwei landete Ralph Kremer aus Aachen, auf dem dritten Rang Jürgen Hütten aus Roetgen.

Wohin geht es nach der WM?

Wie geht es weiter nach der WM? Dazu Andreas Pohl: „Möglicherweise mit einer Teilnahme an den World Air Games 2020 in der Türkei. Dieser Wettbewerb ist eine Art Weltmeisterschaften für den Luftsport, da kommen Flächenflieger, Ballonpiloten, Segelflieger, Paraglider, viele andere und natürlich Luftschiffe zusammen.“ Voraussetzung sei, dass die Rahmenbedingungen stimmten. (Christian Clewing)

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