Andreas Pohl bei den besten vier Deutschen

Bad Arolser Pilot bei Siegerehrung der Luftschiff-Weltmeisterschaft

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Das WarsteinAIR-Team mit Jörg Mieth, Björn Beck, Pilot Andreas Pohl, Co-Pilot Torsten Sprenger, Christian Clewing und Andreas Hölter freute sich über den Pokal für den 4. Platz bei der Weltmeisterschaft der Luftschiffe.

Bad Arolsen/Tegernsee. Nach spannedem Wettkampf landete das Bad Arolser Team um Andreas Pohl bei der Luftschiff-Weltmeisterschaft am Tegernsee auf Platz vier. Bei der Siegerejrung wurde gefeiert.

Damit hatte selbst Cheforganisator Helmut Seitz nicht gerechnet: Mit Andreas Merk aus Leutkirch, Ralph Kremer aus Aachen und Jürgen Hütten aus Roetgen standen gleich drei deutsche Piloten auf dem Siegertreppchen der 10. Weltmeisterschaft der Luftschiffe am Tegernsee. 

Wo wurde gefeiert?

Und so musste kurzfristig per Schnellversand eine weitere Deutschland-Fahne für die Siegerehrung am Donnerstagabend bestellt werden. Knapp das Treppchen verfehlt hat ein weiterer Deutscher: „WarsteinAIR“-Pilot Andreas Pohl landete mit seinem Team auf Platz 4, dahinter folgte Wojciech Bamberski aus Polen. 

 Im edlen Ambiente des Gut Kaltenbrunn, es wird durch die bekannte Feinkost Käfer-Gastronomie-Gruppe betrieben, trafen sich zum Abschluss der am 15. Februar gestarteten Luftschiff-Weltmeisterschaft die neun Teams aus fünf Nationen zusammen mit Organisatoren, Jury, Helfern und Ehrengästen zur Siegerehrung. Die wurde natürlich auch für einen Rückblick auf „spannende Tage“, wie es Moderator Volker Weigand formulierte, genutzt. 

Aufwind für den Luftsport?

„Es war ein wundervolles Event in einer tollen Region“, resümierte Wolfgang Müther, Präsident des DAEC e.V. (Deutscher Aero Club). Er bedauerte, dass das Ansehen des Luftsports nachgelassen habe und rief dazu auf, ihn „wieder zu einer festen Größe“ zu machen und für den „Spaß am Fliegen“ Werbung zu machen – nicht nur bei der Bevölkerung, sondern auch beim Flieger-Nachwuchs. 

Auf „wunderschöne Tage im Tegernseer Tal“ blickte auch Marita Krafczyk, Vorsitzende des DFSV e.V. (Deutscher Freiballon-Sportverband), zurück. Leider habe, erklärte sie mit Blick auf die zahlreichen Startabsagen, das Wetter nicht so mitgespielt, wie man es sich erhofft hatte. Ihr Dank ging an Organisator Helmut Seitz, der als „passionierter Luftschiffer“ mit seinem „unermüdlichen Elan“ der „Motor der Veranstaltung“ gewesen sei. Auch dankte sie allen Helfern, die dieses Event erst möglich gemacht haben, für ihren ehrenamtlichen Einsatz.

Wie war die Organisation?

 „Ich bin traurig, dass ich in ein paar Stunden Abschied nehmen muss“, so die Vorsitzende, „es hat uns unheimlich viel Spaß gemacht hier.“ Jakob Burkard als Vorsitzender der WM-Jury lobte das  „perfekte  Event“.  Organisator Helmut Seitz gab die Dankesworte weiter und freute sich, dass alle Helfer, die zuletzt bei der Europameisterschaft mit an Bord waren, auch bei der Weltmeisterschaft an den Tegernsee gereist waren: „Das hat uns die Arbeit sehr erleichtert.“ 

Mit Sylvia Meinl habe er nicht nur eine „english voice“, sondern auch eine „perfekte Unterstützung“ an seiner Seite gehabt. Sein Dank galt aber auch Wetterexperte Michael Noll.  

Wie sieht es  der Vierte?

 Auch wenn er sich einen Platz auf dem Siegertreppchen erhofft hatte und diesen wie bei der Europameisterschaft 2016 erneut knapp verfehlt hat, war der Bad Arolser Andreas Pohl am Ende zufrieden mit dem Abschneiden bei der Weltmeisterschaft: „Wir hatten ein tolles Team, auf das ich mich als Pilot hundertprozentig verlassen konnte. Wir waren beim Aufbauen fast immer die schnellsten – schneller sogar als Luftschiffteams, die das beruflich machen“, so Pohl.

 „Andreas Merk ist ein erfahrener, sehr guter Pilot, der den Weltmeistertitel absolut verdient hat. Und im Vergleich zu den routinierten Berufspiloten Ralph Kremer und Jürgen Hütten bin ich mit meinen rund 100 Flugstunden noch ein absoluter Anfänger. Daher standen schon die richtigen drei Piloten auf dem Siegerpodest.“ 

Demnächst in Warstein?

Mit der Weltmeisterschaft am Tegernsee will Eventdirektor Helmut Seitz - 2015 richtete er bereits die Deutschen Meisterschaften, 2016 die Europameisterschaft, 2017 ein Trainingslager am Tegernsee aus – sein Engagement für den Luftschiff-Sport aber noch nicht enden lassen. Er möchte gerne eine weitere Deutsche Meisterschaft durchführen, dabei speziell junge Pilotinnen und Piloten zur Teilnahme motivieren. 

Allerdings will er einen solche Wettbewerb nicht wieder im tiefen Süden Deutschlands ausrichten, sondern in die Mitte verlegen – nach Warstein beispielsweise. „Es wäre toll, wenn wir die Deutschen Meisterschaften oder ein anderes Luftschiff-Event mal bei uns ausrichten könnten“, steht auch Torsten Sprenger als Vorsitzender des Warsteiner Happy Ballooning-Clubs einer solchen Veranstaltung positiv gegenüber. (Christian Clewing)

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