Katholische und evangelische Kirche

Bad Arolser Schlossgespräch mit Neo Rauch: Reden über Gott und die Welt

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Die Reihe der Schlossgespräche wird fortgesetzt mit dem Maler Neo Rauch aus Leipzig. Darauf freuen sich von links Buchautor Wolfgang Büscher, Wilhelm Müller von der Stadt Bad Arolsen, Pfarrer Peter Heuel und der Regisseur, Medienkünstler und Professor für neue Medien, Thomas Henke.

Der Maler Neo Rauch gilt als einer der erfolgreichsten lebenden deutschen Künstler und Vertreter der Neuen Leipziger Schule. Am Donnerstag ist er bei den Schlossgesprächen zu Gast.

Seine Bilder hängen im Metropolitan Museum of Art in New York sowie im Museum der bildenden Künste in Leipzig. Er erregte zuletzt große Aufmerksamkeit, weil sein Gemälde „Der Anbräuner“ bei einer Benefiz-Auktion mit 750 000 Euro den höchsten Wert erzielte.

Neo Rauch ist mit dem aus Volkmarsen stammenden und in Breuna aufgewachsenen Buchautor Wolfgang Büscher befreundet. Büscher wird das Gespräch im Steinernen Saal des Residenzschlosses gemeinsame mit dem Regisseur, Medienkünstler und Professor für neue Medien, Thomas Henke, führen. 

Bei einer ähnlichen Veranstaltung im vergangenen Jahr hatte Henke gemeinsam mit der Buchautorin Felicitas Hoppe über das Thema „Wahrheit“ philosophiert. Diesmal lautet das Thema „Gebundenheit“.

Das Format der Veranstaltung, die von der katholischen und der evangelischen Kirchengemeinde gemeinsam mit der Stadt und der Stiftung des Fürstlichen Hauses präsentiert wird, ermöglicht sehr tief schürfende Gespräche über Gott und Welt und über die sehr persönliche Lebenseinstellung der eingeladenen Gesprächspartner.

Beim Thema „Gebundenheit“ soll es um Aspekte wie persönliche Prägung, Herkunft, und Heimat gehen. Das Thema umfasst aber auch Begriffe wie Treue und das Festhalten an einer Beziehung. Im Grund aber sei das Thema des Abends aber nur eine „Eintrittsmöglichkeit“ in ein sehr persönliches Gespräch, fasst es Thomas Henke zusammen.

Mitbegründer der Leipziger Schule

Neo Rauch sei ein denkender und lesender Maler, kein Philosoph, stellt sein Freund Wolfgang Büscher klar. Es sehe sich als konservativ und stehe für die gegenständliche Malerei, die im Westen so lange nicht angesagt war. Vor allem aber sei er Mitbegründer der Leipziger Schule. Man müsse ihn als „Geschenk der deutschen Einheit“ verstehen.

Pfarrer Peter Heuel bekräftigte dass die katholische Kirchengemeinde gerne das Forum biete, um Kirche auf einer anderen Ebene zu erleben. Dazu gehöre eben auch das Gespräch über existentielle Fragen und der Dialog mit der Kunst und den Künstlern.

Als Vertreter der Stadt Bad Arolsen stellte Wilhelm Müller fest, dass Bad Arolsen stolz sei auf das vielfältige kulturelle Angebot.

Der Eintritt zu dem Schlossgespräch am 22. August um 19 Uhr im Residenzschloss ist frei. 

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