Gegenseitige Hilfe vermitteln

Bad Arolser Selbsthilfegruppe informiert über Lungenkrankheit

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Mit der Broschüre „Weiter atmen“ stellt sich die COPD-Selbsthilfegruppe Bad Arolsen vor, die vor einem Jahr ins Leben gerufen wurde von: (v. l.) Evelyn Meschede, Inge Kühn, Irmgard Schnare und rechts Karl-Wilhelm Flamme. Ellen Facca (2. von rechts) unterstützt die Betroffenen und leitet die Lungensportgruppe.

Bad Arolsen. Seit einem Jahr gibt es die COPD-Selbsthilfegruppe Bad Arolsen, in der Erkrankte und deren Angehörige Informationen und Erfahrungen austauschen. Nebenbei entwickelt sich bei den geselligen Treffen manche neue Freundschaft.

Die Abkürzung „COPD“ steht für „chronic obstructive pulmonary disease“, sinngemäß: „dauerhaft verengt“ und „die Lunge betreffende Krankheit“ und bedeutet ein Leben mit Atemnot. Denn der Begriff „chronic“ impliziert, dass COPD nicht heilbar ist.

Aber ein Fortschreiten der dauerhaft verengten Atemwege, die beispielsweise auf Lungenhochdruck, -emphysem, Fibrose oder Asthma zurückzuführen ist, kann verlangsamt und sogar gestoppt werden. Eine Therapie sollte daher möglichst früh beginnen.

 Das wissen die Gründer der Selbsthilfegruppe, informieren ihre Mitglieder und organisieren beispielsweise Fachvorträge und die „Lungensportgruppe“ mit Ellen Facca, die sich regem Zuspruch erfreut. Dienstags treffen sie sich in der Sporthalle der Kaulbach-Schule und trainieren unter fachlicher Anleitung der Krankengymnastin. 

In der Physiotherapie-Praxis Uwe Facca kann man sich dazu anmelden. Dort liegen auch die neuen Flyer aus, die Inge Kühn und Karl-Wilhelm Flamme entworfen und in Druck gegeben haben. Außerdem liegen die Informationsblätter jetzt im Krankenhaus Bad Arolsen, bei der Kurapotheke und in vielen umliegenden Arztpraxen aus. 

Denn der Wirkungskreis der Selbsthilfegruppe ist groß. „Ich staune, wie viele Betroffene es gibt“, merkte Irmgard Schnare beim Treffen der Organisatoren im „Arolser Wasch Kaffee“ an. Inge Kühn berichtete von bereits 48 Mitgliedern aus dem ganzen Landkreis und dem benachbarten Westfalen, die sich inzwischen angeschlossen haben. Sie sprach Kristin Schmidt-Momberg von der Selbsthilfekontaktstelle beim Landkreis ihren ausdrücklichen Dank bei der Beratung zur Gründung aus. 

Am 12. August lädt die Gruppe zum fröhlichen Nachmittag am „Weißen Stein“ in Mengeringhausen ein. Ab 15 Uhr kommen in der schönen Umgebung Würstchen und Steaks auf den Grill. Bis dahin soll auch die eigene Hymne fertig sein. 

„Wir singen sogar im Kanon, denn Singen ist eine gute Lungenübung“, erklärt Flamme, der noch am Refrain arbeitet. Mitglieder, Partner, Kinder und Freunde können sich bis zum 5. August bei Evelyn Meschede, Mönchstr. 14, 34431 Marsberg, per Post oder beim nächsten Treffen der Gruppe anmelden. Betroffene, Interessierte und Angehörige sind am letzten Mittwoch jeden Monats um 15 Uhr im Personalcafe des Krankenhauses Bad Arolsen (Penthaus) herzlich willkommen.

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