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Bad Arolser Stadtkirche öffnet wieder mit Sicherheitsnetz

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Von: Armin Haß

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Schutz unterm Netz: Bezirkskantor Jan Knobbe und Pfarrer Jörg Hebrank freuen sich schon auf die Wiedereröffnung der evangelischen Stadtkirche zu Bad Arolsen.
Schutz unterm Netz: Bezirkskantor Jan Knobbe und Pfarrer Jörg Hebrank freuen sich schon auf die Wiedereröffnung der evangelischen Stadtkirche zu Bad Arolsen. © Armin Haß

Die Stadtkirche in Bad Arolsen wird nach 21-monatiger Sperrung für Gottesdienste und Konzerte am 27. Juli wieder geöffnet. Der tschechische Gitarrist Gitarrist Libor Fiser präsentiert um 20 Uhr sein Programm „Cosa bossa“. Am 31. Juli ist der dort der erste Gottesdienst,

Bad Arolsen - Das Konzert sollte in der katholischen Kirche stattfinden, darf aber nach Einzug eines großflächigen Netzes unter der Decke zum Schutz vor weiteren herabstürzenden Stuckteilen wieder in der Stadtkirche veranstaltet werden.

50.000 Euro hat die Martin-Luther-Gemeinde für das Netz und ein Gerüst ausgegeben, beides ist nun Eigentum der Kirche und wird zum einen für den Schutz der Besucher und zum anderen für geplante Bauarbeiten genutzt.

Orgel klingt wie gewohnt

„Der Kauf des Gerüstes“, so Pfarrer Jörg Hebrank ist günstiger als die jahrelange Ausleihe.“ Damit meint er die mit etwa vier Millionen Euro angesetzte Sanierung der Decke, des Turms und des Daches. Das Gerüst lasse sich zu einem guten Preis bestimmt wieder verkaufen.

Die von dem Gerüstet verdeckte Orgel klinge wie vorher, bestätigt Bezirkskantor Jan Knobbe. Akustisch bereite die Einrüstung keine Probleme, und als Musiker „fühlt man sich da wohl“.

Sicherheitsnetz fügt sich gut ein

Es sei „wunderschön“ geworden, schwärmt Pfarrer Hebrank über die Maßnahmen zum Schutz der Kirchenbesucher. Er habe vorher eher Bedenken gehabt, dass die Menschen nicht kämen aus Furcht davor, dass ihnen „die Decke auf den Kopf“ falle.

Doch das helle und transparente Netz, das immerhin auch den Blick auf die den Heiligen Geist symbolisierende Taube unter der Decke ermögliche, fügt sich nach Einschätzung der Verantwortlichen gut in das Gebäude ein, das im Oktober vor zwei Jahren nach dem Absturz eines 300 Kilogramm schweren Brockens aus der Stuckdecke aus Sicherheitsgründen geschlossen wurde.

Schutz unterm Netz: Bezirkskantor Jan Knobbe und Pfarrer Jörg Hebrank auf der Altarempore.
Schutz unterm Netz: Bezirkskantor Jan Knobbe und Pfarrer Jörg Hebrank auf der Altarempore. © Armin Haß

Die an meterlangen Seilen und Kabeln von der Decke herabhängenden Lampen wurden abmontiert. Unter dem Gewölbe leuchten Lampen noch die Kirche gut aus, im Herbst dürfte es dann schwieriger werden, Texte etwa im Gesangbuch zu lesen, sagt Hebrank. Aber bis dahin würde schon Ersatzlösungen gefunden.

Die Gemeinde setzt zur Finanzierung der umfangreichen Arbeiten auf einen großzügigen Zuschuss des Bundes aus dem Etat für Denkmalschutzzwecke. (Armin Haß )

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