Bad Arolserin sorgt sich um ihre Familie in Mosambik

Seit dem Zyklon kein Kontakt mehr zur Familie

In Sorge um ihre Familie: Eva Torres-Franke stammt aus Mosambik und lebt seit 16 Jahren in Bad Arolsen. Foto: es

Bad Arolsen – Eva Torres-Franke ist in großer Sorge: Seit Tagen hat die Arolserin nichts von ihren Verwandten in Mosambik gehört. Der größte Teil ihrer Familie lebt in Beira unmittelbar an der Küste und genau hier hat in den vergangenen Tagen der tropische Wirbelsturm „Idai“ gewütet.

Die Bilder in der Tagesschau verheißen nichts Gutes: Die Großstadt Beira (portugiesisch für Ufer) zählte vor dem Wirbelsturm 530.000 Einwohner. Die meisten Häuser, die in Leichtbauweise errichtet wurden, sind zerstört, Aber auch Massivhäuser wurden abgedeckt und stehen unter Wasser.

Zerstört sind auch große Teile der Infrastruktur: Straßen wurden unterspült, Brücken vom Wasser weggerissen, die Stromversorgung und das Handynetz funktionieren nicht mehr.

Kein Wunder, dass Eva Torres-Franke und ihr Mann Georg Franke nicht mehr ruhig schlafen können: Immerzu muss Eva an ihre Eltern und Schwestern und deren Familien denken: „Ich will irgendwie helfen, aber ich weiß nicht wie.“

So hofft die Frau, die seit 16 Jahren in Bad Arolsen als Kosmetikerin arbeitet, dass möglichst viele Menschen die Not in Mosambik erkennen und spenden, und zwar am besten für Unicef, denn diese UN-Hilfsorganisation habe im Lande einen guten Ruf, sagt sie.

Der schwere tropische Wirbelsturm „Idai“ hat schwere Verwüstungen hinterlassen: Eine Frau steht nach dem Sturm mit einem Baby auf dem Arm zwischen Trümmerteilen und umgekippten Bäumen. Die von dem Zyklon ausgelösten Überschwemmungen setzten im Zentrum Mosambiks ganze Landstriche unter Wasser. 

Nach dem Wirbelsturm habe es angefangen, stark zu regnen und auch für die kommenden Tage seien starke Regenfälle angekündigt. Ihre Sorge: „Wenn das Wasser abfließt, bleibt der Müll und es kommen die Krankheiten.“ Das sehen auch die erfahrenen Helfer so: „Kinder sind in dieser Situation besonders von Durchfallerkrankungen bedroht“, sagt Rudi Tarneden von der Unicef-Pressestelle in Köln.

In Beira sei auch ein Unicef-Lager mit Hilfsgütern in Mitleidenschaft gezogen worden. Das werde nun wieder aufgebaut und diene als Zentrale für den anlaufenden Hilfseinsatz. Dabei werde zunächst der Schwerpunkt auf die Versorgung mit sauberem Trinkwasser gesetzt, dann müsse die Ernährung der Menschen und die Gesundheitsversorgung sichergestellt werden.

Das Uni-Spendenkonto bei der Bank für Sozialwirtschaft Köln hat die IBAN: DE35 3702 0500 0008 3300 56, BIC: BFSWDE33XXX Stichwort: Wirbelsturm Idai

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