Altes Brauereigebäude immer wieder umgebaut

Bagger für Abriss sind bestellt - Mitten in Arolsen entsteht ein Biergarten mit Teichanlage

Drei Männer sehen mit einem Bauplan vor einer schmutzigen, gelben Wand mit der verblichenen Aufschrift „Fürstlich Arolser Hofbräu“.
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Das alte Produktionsgebäude der Arolser Brauerei in der Kaulbachstraße soll noch im in diesem Jahr abgerissen werden. Die Bagger sind bestellt. Darüber freuen sich von links Bürgermeister Jürgen van der Horst, Hotelier und Brauereibesitzer Alexander Fitz und Erster Stadtrat Udo Jost.

Um anderthalb Jahre ist das Brauereiprojekt von Alexander Fitz durch die Corona-Pandemie zurückgeworfen worden. Doch nun soll es endlich losgehen, zumindest mit dem Abriss der nicht mehr benötigten Produktionsgebäude in der Kaulbachstraße.

Bad Arolsen - Der riesige Gebäudekomplex, der über die Jahrzehnte immer wieder durch Anbauten ergänzt wurde, präsentiert sich heute als extrem verwinkelt, verfügt über unzählige Gänge und tiefe Keller, die nach heutigen Standards nicht mehr verwendet werden können. Deshalb hat auch Alexander Fitz, der schon oft mit großem Aufwand alte Bausubstanz saniert hat, sehr früh einen Abriss der alten Braustätte angestrebt.

Nun liegt die Abrissgenehmigung vor, die Bagger sind bestellt und werden wahrscheinlich noch im November anrollen. Für den Abriss fließen Zuschussmittel aus dem europäischen EFRE-Programm in Höhe von 230.000 Euro.

Parkanlage mit kleinem Teich geplant

An die Stelle des klobigen Backsteingebäudes, das so gar nicht in die Nachbarschaft der barocken Fachwerkgebäude passt, soll ein großes Gebäude, sondern ein park mit einem Teich treten , der an die Tradition des alten Pferdeteiches anknüpft, der auf einem alten Bild der Kaulbachstraße zu sehen ist.

Rund um den Teich soll eine gemütliche Biergartenatmosphäre entstehen. Dazu passt ein kleiner Kiosk mit Schankeinrichtung und vor allem eine Freifläche mit Sitzgelegenheiten und verschlungene Wegen.

Biergarten schon im nächsten Sommer?

Auch für die Platzgestaltung zwischen dem künftigen Teich und dem historischen Hofbrauhaus-Gebäude fließen weitere Zuschüsse in Höhe von 247.000 Euro.

Wenn alles nach Plan läuft, kann eine Rohversion des Biergartens bereit im kommenden Sommer besucht werden. Das jedenfalls strebt Hotelier und Brauereibesitzer Alexander Fitz an. Auch beim nächsten Viehmarkt will die Arolser Brauerei mit einem repräsentativen Stand Flagge zeigen.

Wichtig für die Stadtentwicklung

Das freut auch Bürgermeister Jürgen van der Horst und seinen Ersten Stadtrat und Stellvertreter Udo Jost, die die Fortschreibung der Pläne für die Umgestaltung des Brauhaus-Areals seit Monaten aktiv mitbegleiten.

Nach dem Abriss der alten Braustätte und der Neugestaltung der Teich- und Platzanlage soll voraussichtlich Ende 2022 die Modernisierung des Brauhaus-Gebäudes in Angriff genommen werden.

Neue Brauerei muss warten

Der ebenfalls geplante Neubau einer Brauerei im Bereich der Violinenstraße muss warten, bis sich das Hotelgewerbe wieder vom Umsatzeinbruch durch Corona erholt hat.

„Derzeit bewegen wir uns auf etwa 80 Prozent der Belegungszahlen von vor Corona. Und die 20 Prozent, die uns fehlen, sind die guten Raten aus dem Tagungs- und Messegeschäft“, so Fitz.

Das Arolser Bier, das derzeit noch in der Fitz’schen Brauerei in Allersheim an der Weser gebraut wird, kommt bundesweit bereits groß raus: Es wird nämlich in allen rund 60 Häusern der H-Hotels-Gruppe ausgeschenkt und erfreut sich überall großer Beliebtheit. (Elmar Schulten)

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