Kinder- und Jugendfeuerwehren beim gemeinsamen Zeltwochenende in Külte

Bambini kommen groß heraus

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Drei Bambini-Mannschaften nahmen am Wettkampf im Orientierungslauf teil, folglich gewannen alle Teilnehmer. Sieger waren die Külter Kinder in der Mitte, Hörle (links im Bild) kam auf den zweiten und Volkmarsen (rechts in blauen T-Shirts) auf den dritten Platz. Hinten links stehen (von links) die Külter Bambini-Betreuerinnen Lena Wagner, Nadine Brüne und Kerstin Gottmann, rechts hinten haben sich (von links) der Volkmarser stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Klaus Teppe, der erste Vorsitze

Volkmarsen-Külte - Wettkämpfe, Orientierungsmärsche und Fackelwanderungen standen bei dem Zeltlager der Volkmarser Jugend- und Bambini-Wehren in Külte auf dem Programm.

Von Ute Germann-Gysen

Volkmarsen-Külte. Bürgermeister Hartmut Linnekugel zeigte sich beeindruckt von den vielen jungen Brandschutz-Lehrlingen und sprach seine Hoffnung aus, dass möglichst viele später in den Einsatzabteilungen aktiv mitwirken. Zum Dank für ihr Engagement übergab er Eintrittsgutscheine für das Burgschwimmbad. Der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher und Leiter der Volkmarser Atemschutzgruppe, Klaus Teppe, meinte, dass es bei diesen Wettkämpfen nur Gewinner gebe. Den Glückwünschen und Dankworten schlossen sich Stadtbrandinspektor Kai Wiebusch, der Vorsitzende der Külter Wehr, Karsten Helmentag, und Uwe Kann, stellvertretender Ortsvorsteher, an.

Zehn Jahre Bambini

Seit zehn Jahren besteht die Bambini-Abteilung, in der Kinder ab sechs Jahren spielerisch an das Thema Brandschutz herangeführt werden. Die Külter Jugendfeuerwehr wurde im Vorjahr 30 Jahre alt und feierte beim Volkmarser Jugend-Feuerwehrfest in Külte nach. Entsprechend vielseitig war das Programm, mit dem die angehenden Floriansjünger von Freitag bis Sonntag beschäftigt waren. Es fanden Orientierungsmärsche und Fackelwanderungen statt.

Auf dem Külter Sportplatz wurden Stadtpokalwettkämpfe und Wettkampfspiele ausgetragen. Von Festakten und Siegerehrungen war das lange Zeltwochenende begleitet. Aus Hörle, Volkmarsen und Külte nahmen 33 Bambini mit ihren Betreuern am Fest teil. Das Feuerwehr-Tretauto der Külter Bambini war ständig von den jüngsten Feuerwehrmitgliedern beschlagnahmt.

Das neue „Löschhaus“ mit kippbaren „Flammen“ aus der Külter Tischlerwerkstatt Wachs war gerade rechtzeitig fertig geworden und stellte während des Festes den „Renner“ bei den Löschübungen der jungen Brandschutzanwärter dar. Die Jugendfeuerwehren aus Volkmarsen, Ehringen, Herbsen, Lütersheim und Külte waren mit 53 jungen Leuten und deren Betreuern vertreten. Nachdem sich die Jugendlichen am Samstag bei den Stadtpokalwettkämpfen gemessen hatten, kamen sie beim Discoabend mit Videovorführungen zusammen.

Spannend war das Kistenwettstapeln: Die Teilnehmer wurden am zwölf Meter hohen Kran der Forstleute Raulf, die gleichzeitig Mitglieder der Einsatzabteilung sind, mit Seilen gesichert. Den Rekord schaffte Andreas Scheele aus Herbsen, dem es in luftiger Höhe gelang, 19 Kisten aufeinanderzustapeln.

Stolz präsentierte die Külter Wehr im Rahmen des Zeltlagers ihr neues Katastrophenschutzfahrzeug. Es ist ausgestattet mit Rettungsschere und verfügt über ein höheres Wasservolumen als sein Vorgänger. Auch die leichtere Bedienbarkeit der technischen Ausstattung begeistert die Külter Brandschützer, die jetzt auch bei Verkehrsunfällen helfen können. Am Samstag war das Fahrzeug für den Transport von Festbesuchern zwischen Ortskern und Sportplatz eingesetzt. Der Lager-Gottesdienst wurde von Pfarrerin Anne-Rieke Palmié gestaltet. Alle Gottesdienstbesucher bekamen ein Stück Schnur in die Hand und wurden aufgefordert, sich jeweils mit den Sitznachbarn zu verknoten. Das so entstandene lange Seil versinnbildlichte die Verbundenheit der Anwesenden.

„Alle werden gebraucht“

So schlug Palmié den Bogen zur Bedeutung jedes einzelnen Mitglieds in der Feuerwehr: „Alle werden gebraucht, jeder Einzelne hat eine wichtige Aufgabe zu erfüllen, sonst funktioniert die ganze Rettungsaktion nicht.“ Mit dem Leitspruch „Gott zur Ehr’, dem Nächsten zur Wehr - Amen“ beendete die Pfarrerin den lockeren Gottesdienst unter freiem Himmel. Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurde noch der Sieg der bereits abgereisten Ehringer Jugendfeuerwehr beim „Spiel ohne Grenzen“ bekannt gegeben. Damit endete ein erlebnisreiches Wochenende für den Nachwuchs der Volkmarser Brandschützer.

Sieger geehrt

Beim Orientierungslauf der Bambini-Feuerwehren siegte Külte mit 135 Punkten vor Hörle mit 129 und Volkmarsen mit 98 Punkten. Bei der Jugendfeuerwehr gewann Volkmarsen den Orientierungslauf mit 228 Punkten vor Herbsen (219 P.), Külte (207 P.) und Ehringen (117,5 P.) knapp vor Lütersheim mit 115,5 Punkten.

Sieger des „Spiels ohne Grenzen“ wurde Ehringen mit 190 Punkten, danach folgen Herbsen/Lütersheim (170 P.) und Volkmarsen (130 P.). Külte errang 110 Punkte. In der Gesamtauswertung des Jugend-Stadtpokalwettkampfes gewann Volkmarsen I mit 1617 Punkten, gefolgt von Ehringen (1555 P.) und Volkmarsen II (1507 P.). Külte hatte mit 1458 Punkten offenbar keinen Heimvorteil. (Germann-Gysen)

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