Sonderausstellungen in Massenhausen wechseln

Barbie folgt auf Eisenbahnausstellung im Spielzeugmuseum

Vorbereitung zur Ausstellung „Barbie-Welt“ mit Sammlerstücken von Veronika Raczek.
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Vorbereitung zur Ausstellung „Barbie-Welt“ mit Sammlerstücken von Veronika Raczek.

Im Waldecker Spielzeugmuseum wird am Sonntag, 21. November, die letzte Gelegenheit geboten, die Sonderausstellung „Eisenbahnen aus Kaufhaus und Katalogen“ zu sehen.

Die Ausstellung zeigt, dass es ab Mitte des letzten Jahrhunderts neben den etablierten großen Modellbahnherstellern, die ihre Produkte fast ausschließlich über den Fachhandel vertrieben, auch Produkte anderer deutscher Hersteller gab. Diese waren sehr viel einfacher und preiswerter als die Markenprodukte von Märklin, Trix und Fleischmann.

Die Modellbahnanlagen wurden in protzig aufgemachten Kartons über Kaufhäuser und Versandhäuser vertrieben. Am Ende konnten sie allerdings nicht lange den Spielspaß halten, wie in der Werbung versprochen.

Wechsel am 1. Advent

So kam es, dass sie fast alle in den 70-er Jahren ihre Pforten schließen mussten. Die Eheleute Birgit und Wolfgang Beier begleiten den letzten Sonderausstellungstag und können Interessierten umfangreiche Auskünfte erteilen.

Eisenbahnfaszination der schlichten Art zeigen Wolfgang und Birgit Beier.

In der Folgewoche, am Sonntag, 28. November, dem 1. Advent, wird im Spielzeugmuseum bereits die nächste Sonderausstellung eröffnet. Es geht jetzt um die Welt der Mode, der Schönen und Reichen, der Superstars und Mädchenträume - es geht um die Barbie-Puppe.

Meistverkaufte Puppe der Welt

Die „Barbie“ ist seit 1959 auf dem Markt und dabei die meistverkaufte Puppe der Welt. Sie stammt von der Firma Mattel, die 1945 von dem Ehepaar Ruth und Elliott Handler sowie Harold Matson gegründet wurde.

Ruth Handler wollte eine Puppe produzieren, die Ähnlichkeit mit einem Mannequin hat. Auf einer Europa-Reise entdeckte sie „Lilli“, ursprünglich eine Comic-Figur, die seit 1955 als Puppe verkauft wurde. Modelliert hatte sie Max Weißbrodt von der Firma Hausser in Neustadt.

Modische Kleidung und Accessoires

Zu Barbie gehörte von Beginn an ein umfangreiches Sortiment an topmodischer Kleidung und an Accessoires für jede Gelegenheit, wie Skiausrüstung und Tennisdress oder Inlineskater. Das Aussehen der Barbie wandelte sich mit dem jeweils zeitgenössischen Geschmack und orientierte sich zunächst noch an die gehobenen Schichten. Erst seit den 1970er Jahren gab es eine Annäherung an Kleidung und Freizeitverhalten auch der unteren sozialen Schichten. In der Zeit begann Veronika Raczek aus Volkmarsen Barbie-Puppen und Zubehör zu sammeln.

Sie stellt nun das Thema um die wohl weltweit berühmteste Puppe im Waldecker Spielzeugmuseum vor. Am 28. November begleitet sie die Eröffnung der Sonderausstellung und kann so alle Fragen rund um ihre Sammelleidenschaft beantworten.  

Corona-Regeln im Museum

Grundlage für den Einlass in das Museum ist das Niveau des Infektionsgeschehens und die dazu geltenden Regelungen. In der Planung der kommenden Wochen ist das Museum an allen Adventssonntagen und mittwochs von 14 bis 16 Uhr geöffnet.

Das Café Deelentreff bietet am ersten, zweiten und vierten Advent leckere selbst gebackene Kuchen in historisch geschmückten Räumen. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 3 Euro, Kinder ab 6 Jahren zahlen die Hälfte. Es ist bei der Pandemie nicht ausgeschlossen, dass eine angekündigte Veranstaltung abgesagt werden muss.

Kurzfristige verbindliche Informationen erteilt Angelika Biederbeck unter 05691/6683 oder nachzulesen im Internet in der Rubrik Corona-Hinweise unter: www.spielzeugmuseum.net

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