Es gibt nur noch wenige Restkarten an den Veranstaltungskassen

Barockfestspiele zum Thema "Grand Tour" sind wie eine musikalische Bildungsreise

+
Die Gardegrenadiere Altenbeken spielten zum Auftakt der 34. Barockfestspiele im Schlosshof.

Bad Arolsen. Buchstäblich mit Pauken und Trompeten sind am Mittwochabend  die 34. Arolser Barock-Festspiele eröffnet worden, die bis zum Sonntag ein vielfältiges musikalisches Programm in der 300-jährigen Barockstadt bieten.

Den Auftakt gestalteten in bewährter Manier die Musiker der Garde-Grenadiere aus Altenbeken und die Parforcehornbläser aus Vöhl mit ihren Eröffnungsfanfaren auf dem Schlosshof. 

Nach dem Platzkonzert für das Publikum ging es in den Steinernen Saal des Residenzschlosses, wo die künstlerische Leiterin der Festspiele, Dorothee Oberlinger, das Festspielmotto „Grand Tour“ erläuterte: Eine Bildungsreise der Adligen im 19. Jahrhundert.

Die Parforcehornbläser aus Vöhl bei der Eröffnung der 34. Barockfestspiele.

Das Zeitalter des Barock hat die ehemalige Residenzstadt seit ihrer Gründung vor 300 Jahren nachhaltig geprägt und so verwundert es nicht, dass die 34. Barockfestspiele an eine Geburtstagsfeier für eine lieb gewonnene, alte Dame erinnern.

Festakt in barockem Glanz des Steinernen Saales. Der Applaus gilt den Musikern des Ensembles „4 Times Baroque“ . Auf dem Bild Festspielleiterin Dorothee Oberlinger (5. von rechts) mit Bürgermeister Jürgen van der Horst ( 3. von rechts, mit Ehefrau Sabine) sowie dem Fürstenpaar Wittekind und Cecilia zu Waldeck und Pyrmont. 3. von links: Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese.  

Als Schlossherr und Schirmherr begrüßte Prinz Carl Anton die zahlreichen Ehrengäste im Steinernen Saal und stellte fest, er gehöre zu der Generation, die Bad Arolsen nicht ohne Barockfestspiele erlebt habe und er wolle sie auch nicht missen. Das Leitthema der aktuellen Festspiele, die „Grand Tour“, habe im Kern mit dem kulturellen Austausch in Europa zu tun, der im 18. und 19. Jahrhundert genauso wichtig gewesen sei wie heute.

Bürgermeister Jürgen van der Horst dankte dem Ensemble „4 Times Baroque“ für die musikalische Umrahmung des Eröffnungsfestaktes und bekräftigte, dass Kunst und Kultur seit Gründung der Stadt wie selbstverständlich Teil von Arolsen seien.

In barocken Kostümen wurden die ersten Besucher der Arolser Barock-Festspiele im Hof des Residenzschlosses empfangen. Von links Stefanie Tischler, Fabian Steneberg und Anja Erk.

Als künstlerische Leiterin der Brockfestspiele gab die renommierte Blockflötistin und vielfache mit Musikpreisen ausgezeichnete Prof. Dorothee Oberlinger einen kurzen Überblick über die Konzerte der vier Festspieltage.

Die meisten Konzerte der Barockfestspiele sind schon seit Wochen ausverkauft. Tickets gibt es aber noch an der Abendkasse für das Konzert des Ensembles Concerto Romano am heutigen Donnerstag um 20 Uhr in der Stadtkirche. Unter dem Titel „Teatro Imaginato“ erklingen Vokal- und Instrumentalmusik des römischen 17. Jahrhunderts, dem Seicento. Geboten wird ein Theater ohne Bühne und Kulissen, erzählt und erdacht in kräftigen Farben des römischen Hochbarock.

Ehrengäste und langjährige Sponsoren der Barockfestspiele beim Familienfoto mit der künstlerischen Leiterin Prof. Dorothee Oberlinger.

Restkarten gibt es ebenfalls noch für die musikalische Schachpartie am heutigen Donnerstag um 16.30 Uhr in der Schlosskapelle. Nachgezeichnet wird das Leben des französischen Komponisten André Danican Philidor, der auch in Arolsen Station machte - zum Schachspiel mit Fürst Carl August Friedrich. Es spielt ein Ensemble des La Folia Barockorchesters unter Leitung von Robin Müller (Violine), Moderation und Text: Thomas Höft.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare