Volkmarsen

Bathildisheim baut in Volkmarsen

- Bad Arolsen/Volkmarsen (-es-). Das Bathildisheim folgt dem Trend, Wohnheimplätze wie in Neu-Berich durch betreutes Wohnen zu ersetzen, und plant daher den Neubau von bis zu 24 Appartements in Volkmarsen mit Blick auf die Kugelsburg.

Bis zu zwei Millionen Euro wird der Neubau kosten. Die Pläne sind noch in Vorbereitung und müssen bis ins Detail mit dem Kostenträger, dem Landeswohlfahrtsverband, ausgehandelt werden. Baubeginn ist wahrscheinlich frühestens Ende 2010. Das für den Neubau benötigte Grundstück, besser gesagt sechs Grundstücke mit insge­samt 2400 Quadratmetern Fläche, hinter dem neukauf-Markt und dem alten Feuerwehrhaus ist aber schon erworben. Das Stadtparlament hat bei seiner Sitzung am Dienstagabend die Neuaufstellung eines Bebauungsplans in diesem Bereich und die Umwidmung einer alten Wegeparzelle beschlossen. Durchweg positiv war die Resonanz bei den Sprechern aller Fraktionen. FDP-Fraktionsvorsitzender Thomas Neutze sprach von einer positiven Entwicklung für die Stadt. Es sei lobenswert, wenn Menschen mit Behinderung auf diese Weise mehr in die Gesellschaft integriert würden und gleichzeitig bessere Lebensqualität erhielten. Das bekräftigten auch Klaus Teppe (FWG) und Thomas Viesehon (CDU). Dr. Karl-Heinz Svoboda von den Grünen bekräftigte das Recht aller Menschen auf selbstständiges Wohnen. Ebenso wichtig sei das Recht auf Arbeit. Er hoffe sehr, dass das Bathildisheim auch Arbeitsplätze für die neuen Mitbürger schaffe. „Wir freuen uns sehr“, bekräftigte Christel Keim (SPD) und verwies auf die gute Infrastruktur: Der Bauplatz liege zentral, sei nahe am Supermarkt. Der Bahnhof sei schnell erreichbar ebenso wie die Altstadt mit Eisdiele und Rathaus. Das sehen auch die künftigen Bauherren vom Bathildisheim so. Bathildisheim-Vorstand Albert Schmidt und Michael Michels, pädagogischer Leiter des Geschäftsbereichs Behindertenbetreuung, stellten anerkennend fest, dass die Stadt Volkmarsen im Rahmen der Stadtsanierung auf Barrierefreiheit gesetzt habe. Selbst die Büros im Rathaus seien über einen rollstuhlgerechten Eingang mit Aufzug bestens zu erreichen. Das Bathildisheim folge nun dem allgemeinen Trend in der Behindertenbetreuung und bemühe sich, die alten Wohnheime wie in Neu-Berich Schritt für Schritt zu verkleinern. Es entspreche den Bedürfnissen der Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen, möglichst viel Normalität zu erleben. Betreutes Wohnen in normalen Wohngebieten sei daher angesagt. Deshalb seien nun bis zu 24 Appartements im rückwärtigen Bereich des alten Feuerwehrhauses und der Parkanlage vom Haus Dr. Bock geplant. Darüber hinaus suche das Bathildisheim ständige Mietwohnungen für betreute Wohnprojekte. Bevorzugt würden rollstuhlgerechte Wohnungen in Stadtnähe.

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