Nach dem ersten Spatenstich wird richtig Gas gegeben

90 Prozent Baukostenzuschuss macht Neubau des Bad Arolser Jugendzentrums möglich

Sieben Männer beim ersten Spatenstich auf der Baustelle für das neue Jugendzentrum in Bad Arolsen.
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Erster Spatenstich für das neue Jugendzentrum am Birkenwege. Mit dabei: von links Architekt Arno Puy, Norbert Schmidt vom Bauamt der Stadt, Stadtrat Udo Jost, Bürgermeister Jürgen van der Horst, Jugendpfleger Friedhelm Schüttler, Rainer Rose von der Bad Arolser Nahwärme GmbH und Stadtrat Harry Becker.

Mit einem symbolischen ersten Spatenstich hat gestern der Neubau des Jugendzentrums im Birkenweg begonnen. Fertigstellung ist für Ende 2021 geplant.

Bad Arolsen - Für rund 2,1 Millionen Euro entsteht am Birkenweg Ecke Lindenstraße ein neues inklusives Jugendzentrum. Das Projekt wird mit Hilfe von Landeszuschüssen aus den Programmen „Soziale Integration im Quartier“ (1,87 Millionen Euro) und „Kommunale Klimaschutzanpassungsprojekte“ (28 700 Euro für die Dachbegrünung) ermöglicht. Das entspricht jeweils 90 Prozent der förderfähigen Kosten.

Geplant ist ein moderner, multifunktionaler und barrierefreier Treffpunkt mit 530 Quadratmetern Nutzfläche in einem zweigeschossigen Gebäude mit kleinteiligen Räumen für verschiedene Nutzungen.

Wünsche der Jugendlichen berücksichtigt

Vorgesehen sind unter anderem ein Café, ein Werkraum, ein Musikraum und ein Medienzimmer sowie ein offener Bereich für kleinere Veranstaltungen im Erdgeschoss. Eine Diskothek mit Tanzfläche wird es allerdings nicht mehr geben.

Jugendpfleger Friedhelm Schüttler schwärmte: „Wir freuen uns alle auf das neue Haus und sind froh, dass bei der Planung auch die Wünsche der Jugendlichen berücksichtigt wurden.“

Anschluss an das Nahwärmenetz

Das erste Geschoss wird über eine Treppe und einen Aufzug erschlossen. Alle Bereiche sollen barrierefrei erreichbar sein. Zum Birkenweg und zur Lindenstraße sind Terrassen geplant. Die zentrale Halle öffnet sich zu einem Hof, der zusammen mit dem Innenraum für Veranstaltungen und Spiele dient.

Das neue Jugendzentrum wird nachhaltig mit Nahwärme aus dem nahegelegenen Heizkraftwerk versorgt. Rainer Rose von der Nahwärme GmbH erläuterte, dass der Anschluss nicht ganz einfach herzustellen sei. Erstmals werde hier ein flexibles Stahlrohr im Spülrohrverfahren 3,50 Meter unter der Fahrbahn des Birkenweges vorangetrieben. Auf diese Weise müsse die erst vor wenigen Monaten hergestellte Straße nicht wieder aufgebrochen werden.

Nachhaltigkeit in vielen Details verwirklichen

Auf Nachhaltigkeit hat auch Architekt Arno Puy bei seinen Planungen geachtet: Zur Wärmedämmung wird Glasschotter unter der Bodenplatte verbaut. Das Dach wird begrünt. Im Obergeschoss wird viel Holz verwendet und auch die Fassade entsteht aus Holz. (Elmar Schulten)

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