Twister Bürger gehen auf die Straße

Befürworter drängen auf Umgehung

Anlieger der Bundesstraße B252 und weitere Twister Bürger gingen am Sonntagmorgen für die von ihnen geforderte Umgehungsstraße auf die Straße. - So leer wie am Sontagmorgen ist die Twister Hauptstraße nur selten. Foto: Elmar Schulten

Twistetal-Twiste - Die Bundesstraße B252 bleibt ein Störfaktor in Ortslage von Twiste. Deshalb drängen direkte und indirekte Anlieger weiter auf den Bau einer Südumgehung. Zum Beweis traf man sich am Sonntag vor der Gaststätte „Zur Post“ zum Fototermin.

Durch den Protest der Gegner einer Ortsumgehung für Twiste sei in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden, dass sich das seit Jahrzehnten diskutierte Straßenbauprojekt inzwischen erledigt habe.

Das sei aber nicht der Fall, bekräftigten Dr. Theo Berlitz und Ralf Israel als Sprecher der Straßenbefürworter nach einer Versammlung von mehr als 80 vom Straßenlärm genervten Twistern im Saal der „Post“.

Zum Fototermin waren noch weitere Twister gekommen, überwiegend Mütter mit ihren Kindern, die auf dem Weg zur Schule jeden Tag die viel befahrene Straße überqueren müssen müssen.

Lärmschutzwälle wirken

„Es geht uns um die Versachlichung der Diskussion“, versichert Israel und verweist auf die jüngste Informationsschrift der Befürworter. Darin geht es um den aktuellen Straßenlärm in der Hauptstraße und um die zu erwartenden Lärmpegel entlang der Umgehungsstraße.

Der Vergleich kommt zu dem Ergebnis, dass die Lautstärke an der heutigen Ortsdurchfahrt um 20 bis 30 db(A) höher liegt, als sie an den nächstgelegenen Gebäuden entlang der Umgehungsstraße erwartet wird. Das bedeute, dass die Lautstärke an der Ortsdurchfahrt vier- bis achtmal so hoch liege als an der Umgehungsstraße.

Israel: „Es ist doch auch bezeichnend, dass in anderen Städten, etwa in Helsen oder Korbach Baugebiete entlang der Umgehungsstraße neu ausgewiesen würden.“ In Korbach sei die nachfrage sogar so groß, dass der Magistrat das Los entscheiden lasse, wer ein Grundstück erhalte und wer nicht. Das bedeute, dass die Sorge vor unerträglichem Lärm an der Umgehungstraße unbegründet sei.

Unternehmer für Umgehung

Schließlich meldeten sich auch Twister Gewerbetreibende zu Wort. Ihnen hatten die Gegner der Straßenpläne nachgesagt, ebenfalls gegen die Umgehungsstraße zu sein. Das treffe nicht zu, stellten zwei Unternehmer fest, deren Firmen sich im Gewerbegebiet am Ortsausgang in Richtung Mengeringhausen befindet. Aus ihrer Sicht gehe von der stark befahrenen Ortsdurchfahrt kein positiver Marketingeffekt aus.

Auf Polemik verzichten

Kritisch wurde auch die Entscheidung der Straßenplaner von HessenMobil bewertet, auf die Abfahrt am Schilling zu verzichten. Diese Auf- und Abfahrt zur Bundesstraße sei wichtig für den Ort und entlaste weitere Bereiche des Straßendorfes.

Im übrigen bekräftigten die Befürworter der Umgehungsstraße ebenso wie zuvor die Gegner (siehe nebenstehenden Bericht), dass es wichtig für das Zusammenleben im Dorf sei, auf Polemik zu verzichten. Die Auseinandersetzung um die beste Lösung müsse mit Sachargumenten geführt werden.

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