Hospizdienst wahrt den Infektionsschutz

 Begleitung am Lebensende in Nordwaldeck unter erschwerten Bedingungen  

Hospizarbeit in Corona-Zeiten: Vor der Senioren-Residenz „Lustgarten“ in Rhoden; von links: Sarah Brachholz, Ergotherapeutin, Corinna Schwolow Koordinatorin des Hospizdienstes, Jenny Flörke, Leitung soziale Betreuung. Foto: Privat

Bad Arolsen – Bei der Hospizarbeit bieten die Ehrenamtlichen in Zeiten der Corona- Pandemie Begleitung unter besonderen Schutzvorkehrungen.

Kontakt zu anderen oder Angehörigen war über viele Wochen ausgeschlossen und ist noch immer stark eingeschränkt. Unter dieser Situation leiden alle Beteiligten und gerade Schwerkranke erleben die vielleicht letzten Wochen ihres Lebens allein und isoliert.

Nähe ist wichtig

 Immer wieder werden die Mitarbeiterinnen des ambulanten Hospizdienstes Bad Arolsen gefragt, ob sie denn trotz Corona-Krise weiterhin Schwerstkranke und Menschen in der letzten Lebensphase begleiten können. „Leider nimmt die Corona-Pandemie keine Rücksicht auf schwerste Erkrankungen und den Tod“, meint dazu die Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes, Corinna Schwolow. Die hospizliche Begleitung sterbender Menschen sei nicht auf Distanz und ohne Gefühle möglich.

Die Mitarbeiterinnen des Ambulanten Hospizdienstes begleiten und unterstützen auch weiterhin Menschen mit schwerster Erkrankung sowie deren Angehörige. Das Ziel ist es, neben der Zusammenarbeit mit den Einrichtungen ein möglichst selbstbestimmtes Leben bis zuletzt in der häuslichen, gewohnten Umgebung zu ermöglichen.

Besuche weiter möglich

 Der Hospizdienst unterstützt mit Gesprächen, Besuchen, Informationen zur Linderung begleitender Beschwerden. Informiert wird auch über das Thema Patientenverfügung sowie über Palliativstationen und stationäre Hospize.

Die Leistungen des ambulanten Hospizdienstes werden von den Krankenkassen gefördert und sind für die Nutzer kostenfrei. „In einer Zeit, in der soziale Kontakte ohnehin kaum möglich sind, sind Gespräche oder das Zuhören besonders wichtig“, führt Corinna Schwolow aus. 

Auch telefonische Kontakte

„Ein Teil unserer Arbeit läuft im Augenblick telefonisch, aber auch Hausbesuche oder Besuche in den Einrichtungen finden statt.“ Die Besuche erfolgen unter Einhaltung der Hygieneregeln und mit der notwendigen Schutzausrüstung.

Träger des ambulanten Hospizdienstes sind die kath. Kirchengemeinde Bad Arolsen und das Waldecksche Diakonissenhaus Bad Arolsen. Die Koordinatoren des ambulanten Hospizdienstes sind zu erreichen unter der Telefonnummer 05691/9796614 oder 0151/11762416, per E-Mail: info@hospizdienst-badarolsen.de.  red

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