Ferrari-Rot steht auch dem kleinen Fiat

Begrenzte Beinfreiheit: Familie Olivieri ist stolz auf ihre kleinen Flitzer

Pietro Olivieri ist stolz auf seine beiden restaurierten Fiat Cinquecento. Das Modell in Ferrari-Rot ist ein Kombi mit Schiebedach aus dem Jahr 1977. Der weiße stammt aus dem Jahr 1972.
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Pietro Olivieri ist stolz auf seine beiden restaurierten Fiat Cinquecento. Das Modell in Ferrari-Rot ist ein Kombi mit Schiebedach aus dem Jahr 1977. Der weiße stammt aus dem Jahr 1972.

Das Thema Mobilität begeistert viele Menschen. Eine große Faszination üben zunehmend Oldtimer aus, auch in unserer Region. In der Serie „Faszination Oldtimer“ stellen wir Besitzer mit ihren betagten, aber charmanten Fahrzeugen vor.

Bad Arolsen – Italienische Autodesigner haben der Welt einige der schönsten Autos geschenkt: Ferrari, Alpha Romeo Maserati und Lamborghini sind klangvolle Namen, die die Herzen von Autoliebhabern höher schlagen lassen.

Pietro und Almut Olivieri haben auch ein Herz für die kleinen, weniger glamourösen Modelle, die aber nicht weniger legendär sind: Die beiden Arolser haben eine kleine Sammlung der flotten Kleinstwagen, die unter dem Namen Cinquecento bekannt sind.

Gärtnerin mit Falt-Schiebedach

Cinquecento heißt ganz einfach 500 und steht für den bescheidenen Hubraum des Motors. Aus 500 Kubikzentimetern holt der Motor ganze 18 PS Leistung und bewegt ein Auto, das über Jahrzehnte ein italienisches Lebensgefühl prägte, oder zumindest das, was sich die Nordeuropäer darunter vorstellten.

Almut und Pietro Olivieri pflegen gleich zwei Cinquecento-Modelle: Eine Kombi-Version in Ferrari-Rot mit Falt-Schiebedach aus dem Jahr 1977, das den Modellnamen Giardiniera, Gärtnerin, trägt und einen kleinen weißen Flitzer aus dem Jahr 1972, ebenfalls mit Falt-Schiebedach.

Almut Olivieri findet den Kombi einfach prima:“ Mit dem Wagen ist unsere Tochter Sara mit ihrem Kevin zur Hochzeit gefahren.“

360 Arbeitsstunden investierte eine Autobastler auf Wunsch von Pietro Olivieri über sechs Jahre lang in den roten Combi. „Als der Wagen fertig war, hat der Schrauber gesagt, ich solle nie wieder mit dem Wagen kommen“, erzählt Olivieri: „Wagen hat richtig viel Arbeit gemacht. Aber es hat sich gelohnt. Jetzt sieht er wieder aus wie neu.“ Und der Motor auch nach längerer Standzeit springt sofort an und schnurrt wie ein Kätzchen.

Kleines Mäuschen bringt es auf 50 Kilometer pro Stunde

„Der kleine Kombi ist so schön, dass unsere Tochter darin zur Hochzeit gefahren werden wollte“, erzählt Almut Olivieri. Die kleinen Oldtimer sind sparsam im Verbrauch und auch die Versicherung kostet nur 80 Euro im Jahr.

In seiner neapolitanischen Heimat hat Pietro noch einen dritten Oldtimer in einer Garage stehen: Es ist ein Topolino, der Vorgänger des Cinquecento aus dem Jahr 1954. Der Wagen bringt es mit seinen 12 PS auf eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern. Der Name Topolino ist übrigens sehr aussagekräftig: Topolino bedeutet Mäuschen und ist auch der italienische Name für Mickey Maus. (Elmar Schulten)

In seiner italienischen Heimat hat Pierto Olivieri noch eine Topolino aus dem Jahr 1954. Der bringt es mit 12 PS auf eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde.

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