Erste Initiative

Landkreis, Handwerkerschaft und Metzger wollen Erhalt des Schlachthauses Mengeringhausen

Das Schlachthaus der Landwirtschaftlichen Vieh- und Fleischvermarktung Nordhessen in Mengeringhausen.
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Das Schlachthaus der Landwirtschaftlichen Vieh- und Fleischvermarktung Nordhessen in Mengeringhausen.

Mit einer Absichtserklärung haben Landkreis, Handwerkerschaft und Metzger eine Initiative für Erhalt des Schlachthauses Mengeringhausen ergriffen.

Arolsen-Mengeringhausen – „Alle wollen den Erhalt der Schlachtstätte in Mengeringhausen“, fasste gestern der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese das Ergebnis einer ersten Gesprächsrunde mit dem Hauptgeschäftsführer der der Kreishandwerkerschaft, Gerhard Brühl, und Metzgern aus Nordwaldeck zusammen.

Teure Sanierungspläne

Im Kreishaus trafen sie sich am späten Montagnachmittag, um die Möglichkeiten auszuloten, das Schlachthaus der Landwirtschaftlichen Vieh- und Fleischvermarktung Nordhessen (LVF) zu erhalten. Bekanntlich ist bei der Generalversammlung der die Genossenschaft die Investition von 3,2 Millionen Euro für die Sanierung der Schlachtstätte abgelehnt worden. Derzeit darf nur in begrenztem Maße geschlachtet werden.

An dem Gespräch im Kreishaus beteiligte sich auch der Bad Arolser Bürgermeister und künftige Landrat Jürgen van der Horst. In der Runde wurde deutlich gemacht, dass 70 Prozent des Umsatzes in der Schlachtstätte über Metzger der Region erzielt würden. Großes Interesse an der regionalen Verarbeitung hätten auch die konventionell und nach Bio-Richtlinien produzierenden Viehzuchtbetriebe in Waldeck-Frankenberg.

Landkreis beteiligt sich nicht finanziell

Der Landkreis wird nach Auskunft von Frese nun einen Letter of Intent, eine rechtlich unverbindliche Absichtserklärung, erstellen, in dem das grundsätzliche Interesse an dem Erhalt der einzigen verbliebenen Schlachtstätte im Landkreis deutlich gemacht wird.

Frese stellt klar, dass der Landkreis zwar selbst Interesse an dem Erhalt des Betriebs habe, aber nicht selbst in die Finanzierung einsteigen werde. Bei einer Betriebsgesellschaft könne der Landkreis nur begleitend und beratend fungieren. Das Tagesgeschäft sei eine privatrechtliche Angelegenheit. Alle beteiligten Metzger wüssten, dass ihre Betriebe sich an der Finanzierung beteiligen müssten

Expertise von Molkerei einholen

Ein zunächst für die Planung ´der LVF avisierter , aber noch nicht ausgezahlter Zuschuss von 25 000 Euro können nun für neuerliche Planungen bereitgestellt werden.

Es stelle sich die Frage, ob die Betriebsstätte in kleinerem Umfang mit einer Ausgliederung des Zerlegebereiches erhalten und dann weniger Geld investiert werden müsste. Alle diese Fragen solle ein zu gründender Arbeitskreis klären. Die Genossenschaft der Upländer Bauernmolkerei solle mit ihrer Expertise beider Vermarktung zu Rate gezogen werden.

Land gefordert

Mitziehen müsse auch das Land, damit der Betrieb wegen der Auflagen nicht schon geschlossen werde. „Deswegen müssen wir auch dranbleiben“, sagte Frese. (Armin Haß )

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